Gruselgrotte der blutdurstigen Würste

Wem’s gefällt… Scrotalininfusion

Kopiert und eingefügt habe ich die folgenden Absätze aus dem glücklicherweise viel ausführlicheren "Scrotalininfusions"-Beitrag auf datenschlag.org:

Es ist weder eine Mode noch krankhaft, sich den Hodensack mit Flüssigkeit zu füllen. Es ist aber ganz definitiv weit abseits dessen, was vom Durchschnitt der Gesellschaft als normales Sexualverhalten empfunden wird.

[…]

Wer macht so was also? Leute, die ein ganz anderes Körpergefühl erleben wollen. Ein Hodensack, der mit 1l Flüssigkeit gefüllt ist, hängt schwer, prall und satt herunter. Es tut nicht weh, erinnert einen aber ständig daran, was man zwischen den Beinen hat. Und es sieht für den Partner auch entsprechend imposant aus. Wer entsprechend gepolt ist, der kann das als hocherotisch empfinden.

Im spezifischen SM-Zusammenhang können natürlich auch die gängigen sadomasochistischen Beziehungsdynamiken eine Rolle spielen: Top bemächtigt sich mit dieser Form des Doktorspiels der sensibelsten Bereiche des Bottoms – seiner Fortpflanzungsorgane. Dieser gestattet nicht nur die Penetration (liefert sich somit sehr weit aus), sondern wird auch noch bis zu 4 Tagen später durch die Reste der Infusion an dieses Spiel erinnert. Top seinerseits kann eine Menge Machtgefühl aus dieser (temporären) Veränderung des Körpers seines Bottoms ziehen.

[…]

Hodensackinfusionen stellen einen medizinischen Eingriff dar. Jeder der Beteiligten sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Risiken auch bei fachgerechter Ausführung höher sind als z.B. bei Bondagespielen.

[…]

Ist die Infusion erfolgreich gezogen und es sind keine größeren Blutungen aufgetreten, dann ist die Flüssigkeit erfolgreich da angekommen, wo sie hin sollte. Und genau da wird sie auch zunächst verbleiben, bis sie nach und nach vom Körper aufgenommen wird.

Im gleichen Maß, wie die Flüssigkeit vom Körper aufgenommen wird, schwillt der Sack langsam ab. Hierbei kommt es zu einer lokalen Schwellung in der Haut des Hodensacks und (häufig) des Penis durch die Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe. Diese Schwellungen sind harmlos und gehen nach wenigen Stunden zurück.

In manchen Erfahrungsberichten ist davon die Rede, dass die Flüssigkeit in nicht unerheblichem Maße auch an der Einstichstelle wieder aus dem Hodensack austritt; nasse Hossen über mehrere Tage sind die Folge. Das scheint individuell unterschiedlich zu sein bzw. hängt womöglich von der verwendeten Technik ab.

[…]

Wer es etwas extremer mag, kann einen Teil der Flüssigkeit dadurch wieder ablaufen lassen, dass der Top (mit sterilen Nadeln!) Löcher in den prallen Sack sticht. Dabei steigt das allgemeine Infektionsrisiko allerdings mit jeder zusätzlichen Verletzung.

Bottom sollte die nächsten 2-3 Tage nach dem Spiel auf lokale Schwellungen, Rötungen und übermäßige Wärme um die Einstichstellen und am gesamten Sack achten, die eine Infektion anzeigen können. Fühlt sich das Gewebe kühler als erwartet an, dann ist das in Ordnung und üblicherweise auf die Wassereinlagerung zurückzuführen. Auch wenn der Sack Wasser “ausschwitzt” ist das kein Grund zur Sorge.

[…]

Bei einer Hodensackinfusion handelt es sich um einen medizinischen Eingriff, der nicht aus Gesundheitsgründen und (üblicherweise) nicht von medizinisch ausgebildetem Personal durchgeführt wird. Der Top sollte sich daher im Klaren sein, dass er im Fall einer Entzündung, die z.B. auf Antibiotika schlecht anspricht, unter Umständen in einer unangenehmen Lage ist (diese Probleme entfallen, wenn man seinen eigenen Hodensack gefüllt hat, da man hierfür nicht vor Gericht gestellt werden kann).

Eine Hodensackinfusion ist dank der verwendeten Braunülen nicht nur eine einfache, sondern eine gefährliche Körperverletzung.

[…]

Dies ist wie immer solange kein Problem, solange alles gut geht und es niemanden stört. Andernfalls könnte man in arge Bedrängnis kommen; auch der Hinweis auf die Einvernehmlichkeit hilft u.U. nicht.

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(27. February 2006, 21:30) - 2 Reaktionen

2 Reaktionen

Comment by Christian

Boa mir kommt mein Müsli wieder hoch. Ich lese morgens nicht mehr in deinem Blog, das ist ja übelster Sorte. Bah!

Posted on February 28, 2006 at 28. February 2006, 9:19

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