Gruselgrotte der blutdurstigen Würste

Le Look Le Plus Cool

Wir schrecken vor vielem zurück, was (noch) nicht der Norm entspricht und darum unheimlich auf uns wirkt. Das erschwert die Kontaktaufnahme und grenzt die Unheimlichen aus. Zum Beispiel Homosexuelle.

Aber vor allem Menschen mit sichtbaren Normabweichungen wie etwa Riesenwuchs oder Down-Syndrom:

    [Das] Down-Syndrom ist eine Genommutation beim Menschen, bei der eine Trisomie (Verdreifachung) des 21. Chromosoms oder eine Trisomie von Teilen des 21. Chromosoms vorliegt. Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie 21. Neben für das Syndrom als typisch geltenden körperlichen Merkmalen sind in der Regel die kognitiven Fähigkeiten des betroffenen Menschen beeinträchtigt, so dass es zu einer geistigen Behinderung kommt.

    […]

    Obwohl Trisomie 21 die weltweit häufigste chromosomal bedingte Behinderung beim Menschen ist, gibt es noch immer Menschen, die skeptisch und ausgrenzend gegenüber Betroffenen reagieren. Das von vielen Vereinen, Verbänden, Eltern und nicht zuletzt von den Menschen mit Down-Syndrom selbst angestrebte Ziel der vollständigen gesellschaftlichen Integration und der vorbehaltlosen Akzeptanz ist noch nicht erreicht. Dies verdeutlicht auch die hohe Zahl der Schwangerschaftsabbrüche nach der vorgeburtlichen Diagnose eines Down-Syndroms.

    So wurde beispielsweise bei einer Studie von Lumkemann (2001) herausgefunden, dass sich mittlerweile die große Mehrzahl der Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom (72% der befragten Mütter, 100% der befragten Väter) nach der Geburt mit der Frage konfrontiert sieht, warum man keine pränatale Diagnostik in Anspruch genommen hätte, was indirekt den Vorwurf, nicht abgetrieben zu haben, mit einschließt.

    Die Entwicklung und innergesellschaftliche Festigung von Meinungsbildern dieser Art erschweren die Bemühungen um Akzeptanz und Integration von Menschen mit Down-Syndrom erheblich.

Ein logischer erster Schritt zur Bewältigung der Integrationsprobleme: Plastische Chirurgie für Menschen mit abweichendem Erbgut!

Oder gleich Schönheitsoperationen… Schließlich ist’s ja egal, ob bei Supermodels "die kognitiven Fähigkeiten […] beeinträchtigt" sind.

Keine Stichworte.
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(27. December 2005, 20:12) - Comments Off

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