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	<title>Gruselgrotte der blutdurstigen Würste</title>
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		<title>Schnipsel (05.06.2010)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 23:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel-Grabbeltisch]]></category>

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	<category>Eingebung</category>
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		<description><![CDATA[Ein ganz schlechter Zeitpunkt, um auf&#8217;s Schulterteufelchen zu hören ist, wenn man mit dem Schaufelbagger im Ampelstau steht. &#8212; Die Ameisen des Stadtdschungels sind jene Menschen, die Fernsehgeräte durch die Gegend schleppen. &#8212; Neulich aufgeschnappt: Kann Gott etwas erschaffen, das selbst er nicht anheben kann? &#8211; Ja. Deine Mutter. Währenddessen bekommt deine Mutter monatlich Überweisungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ganz schlechter Zeitpunkt, um auf&#8217;s Schulterteufelchen zu hören ist, wenn man mit dem Schaufelbagger im Ampelstau steht.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Die Ameisen des Stadtdschungels sind jene Menschen, die Fernsehgeräte durch die Gegend schleppen.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Neulich aufgeschnappt:</p>
<blockquote><p>Kann Gott etwas erschaffen, das selbst er nicht anheben kann? &ndash; Ja. Deine Mutter.</p></blockquote>
<p>Währenddessen bekommt <em>deine</em> Mutter monatlich Überweisungen aus Schottland.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Die Pinwände und Türschilder des Leipziger Herzzentrums berichten von <em>Kipptischuntersuchung</em>en, <em>Herzarchiv-Kinder</em>n, sowie dem <em>14. Leipziger Schlaganfall-Tag</em>.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Wenn Dresden das sächsische Silicon Valley sein will, müsste es seinen Goldenen eigentlich noch zum Platinenen Reiter upgraden.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Das sicherste Zeichen, dass eine Trendwelle gebrochen wurde, ist das sinkende Alter der vermeintlich Trendigen. Also zum Beispiel, wenn eine Gruppe <em>Atze!</em>- und <em>Amstaff</em>-Mützenträger von der Tatsache entmutigt wird, dass ein Kinofilm erst ab Zwölf freigegeben ist.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Ein aktueller <em><a href="http://www.ils.de/ils_im_ueberblick.php">ils</a></em>-Plakatwerbespruch lautet:</p>
<blockquote><p>&raquo;<strong>Machen Sie jetzt<br />
den Abschluss<br />
Ihres Lebens!</strong>&laquo;</p></blockquote>
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		<title>Keine Panik!</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 12:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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	<category>Heimatfront</category>
	<category>snafu</category>
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		<description><![CDATA[Eines steht fest: Sobald ein Terroranschlag fehlschlägt oder gar im Vorfeld aufgedeckt wird, kann man sich erst einmal wieder entspannt zurücklehnen. Das sind niemals Ablenkungsmanöver und falsche Fährten. Um Zweifel an dieser Faustregel auszuräumen, sollten die Bürgermeister betroffener Städte auf der jeweils sofort einzuberufenden Pressekonferenz stets betonen, dass zwar derzeit noch nach den Attentätern gefahndet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines steht fest: Sobald ein Terroranschlag fehlschlägt oder gar im Vorfeld aufgedeckt wird, kann man sich erst einmal wieder entspannt zurücklehnen. Das sind niemals Ablenkungsmanöver und falsche Fährten.</p>
<p>Um Zweifel an dieser Faustregel auszuräumen, sollten die Bürgermeister betroffener Städte auf der jeweils sofort einzuberufenden Pressekonferenz stets betonen, dass zwar derzeit noch nach den Attentätern gefahndet würde und deren Motive unbekannt sind, aber dass dies durchaus kein Grund zur Panik sein sollte: ruhig bleiben und weitermachen.</p>
<p>Solche Ansprachen müssen jedoch stets mit der Bitte an die Einwohner und Touristen ausklingen, Verdächtiges den Behörden zu melden. Nur für den Fall, dass doch einmal eine Ausnahme die Regel bestätigt.</p>
<p>Oder anders formuliert: Die Großstädter dürfen weiter shoppen, arbeiten, öffentliche Nahverkehrsmittel nutzen und überhaupt weiterhin potentielle Terroropfer ohne realistische Überlebenschance sein. Sie sind also weiterhin typische Großstädter. Nur, dass sie wieder einmal daran erinnert wurden, wie plötzlich ihr Leben vorbei sein kann, falls sie sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufhalten.</p>
<p>Alles in allem ist solch eine Pressekonferenz stets ein <em>Memento mori</em> ohne echten Erkenntnisgewinn, und eigentlich ziemlich deprimierend. Schließlich kann es sein, dass der letzte gedachte Gedanke ein Preisvergleich ist.</p>
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		<title>Henne, Ei und Ouroboros</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 20:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel-Grabbeltisch]]></category>

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	<category>Arche</category>
	<category>Ausgrabung</category>
	<category>Zirkelschluss</category>
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		<description><![CDATA[Tausende Jahre vor unser aller Geburt finden Landvermesser beim Erkunden eines Berghanges die Überreste einer kleinen Siedlung, welche sie nicht als solche erkennen, denn diese Gegend war bekanntlich nie bewohnt. Daher bleibt Herkunft der Balken rätselhaft. Einer der Landvermesser meint, dass ihr Fund einem absurd überdimensionierten Schiff ähnelt. Alle lachen. Aber als Pointe in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tausende Jahre vor unser aller Geburt finden Landvermesser beim Erkunden eines Berghanges die Überreste einer kleinen Siedlung, welche sie nicht als solche erkennen, denn diese Gegend war bekanntlich nie bewohnt. Daher bleibt Herkunft der Balken rätselhaft. Einer der Landvermesser meint, dass ihr Fund einem absurd überdimensionierten Schiff ähnelt. Alle lachen. Aber als Pointe in einer Lagerfeuergeschichte macht sich seine Bemerkung gut.</p>
<p>Allmählich vergammeln die Balkenreste endgültig, doch von ihrer Existenz wird über Generationen hinweg berichtet. So entsteht das Mem von Noahs Arche, welches inzwischen sogar echte Archäologen anzieht. Schließlich ist das Fundgebiet aus Sagen und Legenden bekannt und irgendwas muss schließlich dran sein, denn jede Legende hat einen wahren Kern.</p>
<p>Tatsächlich! Man findet über Jahrzehnte hinweg immer mal wieder Holzreste, und erbringt dadurch den Beweis, dass die Bibel doch recht hat. Und wer in dieser Region bloß auf frühzeitliche Siedlungsfundamente stößt, hat halt an der falschen Stelle gegraben.</p>
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		<title>Internetunsicherheit</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/internetunsicherheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 22:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[hierzulande]]></category>

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		<description><![CDATA[Soviel zum Thema schirrmacher&#8217;sche Webkompetenz: Ich wollte doch eigentlich, statt anderswo verlaberte Kommentare zu schreiben, lieber die eigenen Domains befüllen. Leider konnte ich mich nicht zurückhalten. Noch dazu so spät in der Nacht. Und jetzt fühle ich mich dazu verpflichtet, eine ellenlange Antwoord auf den &#34;art und wIEse&#34;-Blogbeitrag Facebook, StudiVZ &#038; Co. &#8211; die Debatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soviel zum Thema schirrmacher&#8217;sche Webkompetenz: Ich wollte doch eigentlich, statt anderswo verlaberte Kommentare zu schreiben, lieber die eigenen Domains befüllen. Leider konnte ich mich nicht zurückhalten. Noch dazu so spät in der Nacht.</p>
<p>Und jetzt fühle ich mich dazu verpflichtet, eine ellenlange Antwoord auf den <em>&quot;art und wIEse&quot;</em>-Blogbeitrag <a href="http://djane.momocat.de/2010-04-19-facebook-studivz-co-die-debatte-uber-internetsicherheit-x-0/">Facebook, StudiVZ &#038; Co. &#8211; die Debatte über Internetsicherheit x.0.</a> zu schreiben; wie gewohnt, indem ich den Beitrag in Zitate zerhacke und diese kommentiere.</p>
<p>&mdash; &ndash;</p>
<p>Bereits die Überschrift hat dazu beigetragen, dass ich in Janes Beitrag überall jene Tendenz zur Überregulierung mitschwingen gefühlt habe, die mir nicht gefällt. Genauer gesagt der Schlagzeilenbestandteil &raquo;und Co.&laquo;. Das wirkt in Combo mit dem Schlagwort &raquo;Internetsicherheit&laquo; nämlich durchaus ziemlich undifferenziert.</p>
<blockquote><p>&raquo;Eigentlich ist sie so alt wie das Medium Internet bzw. im Speziellen wie das Phänomen Social Networking: Die Angst vor dem Missbrauch von online sorglos preisgegebenen personenbezogenen Daten und Informationen durch windige Geschäftemacher sowie vor Mobbing und Stalking.&laquo;</p></blockquote>
<p>Dieser Einstieg bestätigt meine Vermutung: Hier wird es darum gehen, wie man einen Zeitgeist wieder in seine Flasche zurückdrängen kann. Denn immer mehr Menschen nutzen immer mehr soziale Dienste und geben immer sorgloser immer mehr persönliche Daten preis.</p>
<p>Ein altbekanntes Problem also, das beileibe nicht nur eine Handvoll Vordenker und Internetgurus vorausgesehen haben. Dass es erst geänderter Facebook-Nutzungsbedingungen bedarf, damit die NutzerInnen solcher Plattformen kurz mal aufwachen, sich umdrehen und weiterschlafen, ist nur menschlich: Es gibt halt mehr Idioten als Skrupel, und die häufigste Lüge im Umgang mit Computern ist das Bejahen der Frage, ob man die Nutzungsbedingungen gelesen hat.</p>
<p>Hier hätte der Beitrag enden können, aber nun folgte ein moderner Klassiker in der Debatte um mehr Internetsicherheit. Nämlich das K-Wort:</p>
<blockquote><p>&raquo;Und doch sind solche Konflikte im grenzenlosen World Wide Web vorprogrammiert, treffen doch dort Menschen aus aller Herren Länder mit ebenso verschiedenen Rechtssystemen und Ethikbegriffen aufeinander, ein Auseinanderhalten ist quasi nicht möglich, wie auch der verstörende Kampf gegen Kinderpornografie im Netz zeigt.&laquo;</p></blockquote>
<p>Persönliche Daten schützen, meh. Aber gegen Kinderpornografie sind so ziemlich alle und nur die geplanten Gegenmaßnahmen sind je nach Wissensstand andere. Warum der Kampf verstörend ist?</p>
<blockquote><p>&raquo;Gegeninitiativen, wie etwa die unlängst anlässlich der Bundestagswahl 2009 gegründete Piratenpartei, die sich ein “freies Internet” ohne Regulierung und Eingriffe von außen seitens des Staates auf die Fahnen geschrieben hat, erschweren den Schutz vor Internetmissbrauch zusätzlich – und finden gerade bei der Jugend Zustimmung: Wollen die Menschen sich nicht schützen lassen?&laquo;</p></blockquote>
<p>Entschuldigt die Lesart, aber die Piraten verhindern, dass Kinderpornografie weiterhin verboten bleibt? Oder eher, dass sie produziert wird? Oder verteilt? Oder was?</p>
<p>Und klar wollen sich Menschen schützen lassen, aber bitte nicht von anderen Menschen, die weitaus weniger Ahnung von den technischen Möglichkeiten oder den zu erwartenden Kollateralschäden haben; etwa ein Verbot von bislang legaler Anscheinspornografie, Tauschbörsen und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Slash_fiction">Slashfiction</a>.</p>
<p>Über die Bandbreite(!) dieses Themas wurden in Blogs und Foren über Jahre hinweg zigmillionen Worte verloren, während offizielle Internetexperten munter weiterhin unprüfbare Zahlen in den Raum stellen und schlockigen Horrorszenarien Eindruck schinden dürfen.</p>
<blockquote><p>&raquo;Nicht zuletzt weiß heute jeder: Die Nutzung des Internet ist nicht unproblematisch, einmal veröffentlichte Daten und Äußerungen sind unter Umständen noch Jahre für jedermann einsehbar.&laquo;</p></blockquote>
<p>Unter Umständen.</p>
<blockquote><p>&raquo;Sogenannte Personensuchmaschinen wie etwa Yasni fügen die diffus im Netz verstreuten Datenspuren einzelner Personen sogar auf Wunsch gekonnt zu ganzen Personenprofilen zusammen, die es ermöglichen, auf einen Klick fast die gesamte Internetpräsenz und Veröffentlichungshistorie einer Person auf dem Silbertablett serviert zu bekommen – selbstverständlich ohne zuvor das Einverständnis des Betroffenen einzuholen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Ich verstehe das Problem, aber was ist die Lösung? (Abgesehen von absichtlich falschen Angaben und pro Kommentar wechselnden Nicknames.) Oder anders gefragt: Das händische Zusammentragen solcher Informationen ginge in Ordnung, doch die Crawler-Sammelwut ist zuviel des Schlechten?</p>
<blockquote><p>&raquo;Gerade Unerfahrene übertreten schnell und unbewusst eine Grenze, geben zu viel von sich preis, verwechseln virtuelle Identitäten mit Menschen aus Fleisch und Blut, die man wirklich kennenlernen und einschätzen kann.&laquo;</p></blockquote>
<p>Das erinnert mich übrigens an den Tipp aus einem Ratgeber an Eltern über die Gefahren des Internet: Die Autoren meinten, man solle sich doch nur mal unter einem pseudo-unverfänglichen Nickname wie <em>mandy12</em> oder so bei einem dieser Chatrooms anmelden und &ndash; Schockschwerenot! &ndash; würde man von Perversen angegraben.</p>
<p>(Oder von minderjährigen Trollen. Oder anderen Eltern, die mal ausprobieren wollen, wann sich Mandy wohl angeekelt ausloggt. Sowieso dauert es sicherlich nicht lange, bis der erste Fernsehsender bei mir klingelt, sobald ich mich öffentlich als Doktor der Ballerspielologie ausgebe.)</p>
<p>Zurück zu den Horrorgeschichten; jenen Einzelfällen und urbanen Legenden, die man aber durchaus nicht weglachen sollte, weil das Geschilderte schon morgen dem eigenen Nachwuchs passieren könnte:</p>
<blockquote><p>&raquo;Schlimme Geschichten von jungen Mädchen machten die Runde, die statt einen Internet-”Freund” zu treffen, ihrem Mörder in die Arme liefen, oder von verschmähten Liebhabern, die über facebook herausfanden, dass die Ex mittlerweile einen Neuen hatte und sie daraufhin umbrachten. Auch Mobbing ist im Zeitalter des Social Networking an der Tagesordnung – mitunter mit fatalen Folgen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Schicksale, die ohne Facebook unmöglich wären. Oh, Moment, doch nicht. Früher gab es beispielsweise <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Raymond_Fernandez_and_Martha_Beck">Heiratsschwindler</a> oder das klassische Ins-Wasser-gehen unglücklich Verliebter; und statt Mobbing wurde man früher von uncoolen Nachbarn gern mal wegen Lächerlichkeiten denunziert und starb im Turm oder Arbeitslager.</p>
<p>Und apropos mobbing (bzw. cyber bullying): Online ist die Hemmschwelle für Beleidigungen logischerweise viel geringer als bei der Face-to-Face-Kommunikation; manchmal scheint einzig <a href="http://www.3dsupply.de/products/325-hier-gilt-die-stfu/">die StFU zu gelten</a> bzw. der Grundsatz TITS OR GTFO!</p>
<p>Aber das Meiste davon ist ironisch gemeint, lulz. Wäre das Internet in dieser Richtung tatsächlich eine so große Gefahr, müssten die Flüsse und Gebüsche inzwischen überquellen von <s>fetten, hässlichen</s> Leichen.</p>
<blockquote><p>&raquo;Für meine Begriffe kommen hier mehrere ungünstige Faktoren zusammen:<br />
1. Das Internet ist für nahezu jedermann zugänglich – auch für Personen mit geringem Reifegrad und noch instabiler Persönlichkeit, also Kinder und Jugendliche, oder Internet-Laien.&laquo;</p></blockquote>
<p>Ein technologischer Fakt und die Grundvoraussetzung in unserer sog. Wissensgesellschaft.</p>
<blockquote><p>&raquo;2. Die weitgehende Anonymität bietet im Zusammenhang mit 1. einen idealen Tummelplatz für Kriminelle auf der Suche nach leichter Beute ohne zwingend mit Konsequenzen rechnen zu müssen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Und für Idioten, die früher bloß im echten Leben abfailten, sich nun aber auch noch online von auf den Rücken gebundenen Bären über den Tisch ziehen lassen. Wobei ich durchaus der Meinung bin, dass der durchschnittliche eVerbrecher mehr nachvollziehbare Spuren hinterlässt als ein maskierter Räuber im Parkhaus.</p>
<blockquote><p>&raquo;3. Daten sind schnell veröffentlicht – aber nur schwer oder unter Umständen gar nicht zu löschen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Das stimmt unter Umständen, ist jedoch eigentlich nichts Schlechtes. Zumal es  meines Erachtens nach schlimmer ist, dass sich so viele intolerante und ironieresistente Menschen im Netz tummeln. Zumal es in Deutschland eine Impressumspflicht gibt, die eigentlich saublöde ist, weil nun Äußerungen zu bestimmten Themen der Selbstzensur des Seitenbetreibers zum Opfer fallen müssen, weil der sonst dafür offline auf&#8217;s Maul bekommt.</p>
<p>(Lösung: Die Meinung wird andernstaats gewebhostet. Das geht ja glücklicherweise relativ leicht.)</p>
<blockquote><p>&raquo;4. Es fehlen allgemein (also international) verbindliche Richtlinien, die den Umgang im Internet zumindest ansatzweise reglementieren.&laquo;</p></blockquote>
<p>Ja, genau. Wer kennt und nutzt schon <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Netiquette">die Netiquette</a> oder den kategorischen Imperativ. Dann doch lieber Gängelung durch Unternehmer, Politiker und realsatirische Rechtssprüche.</p>
<blockquote><p>&raquo;Doch wie vorgehen? Wie kann man den Moloch Internet mit all seinen Gefahren sicherer machen?&laquo;</p></blockquote>
<p>Mit Stoppschildern? Zivilpolizisten hochladen? Serverfarmen bombardieren? Indirekt durch mehr Medienkompetenz und Konfliktfähigkeit?</p>
<blockquote><p>&raquo;Meine Ideen, das Problem zu adressieren, erschöpfen sich an den Grenzen nationalen Rechts. Wie will man von Deutschland aus die Nutzer einer amerikanischen Internetplattform schützen?&laquo;</p></blockquote>
<p>Das geht ganz einfach: Nur deutschsprachige Blogbeiträge schreiben und Communities nutzen, dann interessiert sich für diese Daten außerhalb unseres schönen Dreiländerecks keine Sau mehr ;) Mir jedenfalls gefällt ganz gut, dass in anderen westlichen Ländern die gesetzlich garantierte Meinungsfreiheit großzügiger definiert wird.</p>
<blockquote><p>&raquo;[Die Einrichtung eines IT-Ministeriums wäre zu] Zeiten ohnehin knapper Kassen und hoher Staatsverschuldung ein gewagter Stoß – ins für meine Begriffe richtige Horn.&laquo;</p></blockquote>
<p>Naja, eigentlich würde ich mir gern selbst aussuchen, von wem ich mich bevormunden lasse.</p>
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		<title>Totschlagargument</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 21:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
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	<category>Lebenslauf</category>
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		<description><![CDATA[Wenn man mich als Kind nicht geschlagen und erniedrigt hätte, wäre ich heute wahrscheinlich kein Bischof.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man mich als Kind nicht geschlagen und erniedrigt hätte, wäre ich heute wahrscheinlich kein Bischof.</p>
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		<title>Schnipsel (09.04.2010)</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 08:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel-Grabbeltisch]]></category>

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	<category>Aberglaube</category>
	<category>Ironie</category>
	<category>Lichteinfall</category>
	<category>Wortspiel</category>
	<category>Zeichensetzung</category>
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		<description><![CDATA[Wenn ich an foreshadowing glauben würde, wäre ich, nachdem ich bemerkt hatte, dass sich ein VVO-Werbekugelschreiber in meiner Jackentasche zerlegt hat, schnellstmöglich wieder aus der Straßenbahn ausgestiegen. &#8212; Ist es nicht ironisch, wenn jemand etwas Unironisches als Ironie auffasst. &#8212; Rob der Braumeister &#8212; Maik und die Mechanischen &#8212; Seit ich fotografiere, bin ich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich an <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Foreshadowing">foreshadowing</a> glauben würde, wäre ich, nachdem ich bemerkt hatte, dass sich ein <a href="http://vvo-online.de/de/">VVO</a>-Werbekugelschreiber in meiner Jackentasche zerlegt hat, schnellstmöglich wieder aus der Straßenbahn ausgestiegen.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Ist es nicht ironisch, wenn jemand etwas Unironisches als Ironie auffasst.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Rob der Braumeister</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Maik und die Mechanischen</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Seit ich fotografiere, bin ich der Meinung, dass die Dresdner Altstadt auf der falschen Elbseite erbaut wurde. Vermutlich hat damals niemand an den Sonnenstand gedacht.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Was man so bemerkt: Anschlus<u>saufen</u>thalt</p>
<p>&mdash;</p>
<p><em>Orchidee</em> könnte ein sächsisches Wort sein.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Frage:<br />
Wenn ich jemandem fünfzig Euro gebe, händige ich ihm dann <em>€50</em> oder <em>50 €</em> aus?</p>
<p>Antwort:</p>
<blockquote><p>&raquo;[I]n Ireland and the Netherlands where previous currency signs (£ and ƒ, respectively) were placed before the figure, the euro sign is universally placed in the same position. In many other countries, including France, Germany, Italy and Spain, an amount such as €3.50 is often written as 3,50 € or 3€50 instead, largely in accordance with conventions for previous currencies.&laquo; (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Euro_sign">en.wiki</a>)</p></blockquote>
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		<title>Schnipsel (26.03.2010)</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 23:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel-Grabbeltisch]]></category>

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	<category>Eis</category>
	<category>Wortspielhoelle</category>
	<category>Dialogfetzen</category>
	<category>Beziehung</category>
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		<description><![CDATA[Jetzt beginnt endlich wieder die Zeit des an der Schlange vor Softeisdielen herumstehens. &#8212; &#187;Sobald ein Mann verheiratet wird, sammelt er Gold und Schweine, um sein erstes Fest zu geben.&#171; (Quelle unbekannt) &#8212; &#187;Die Bemmbüchse wird abgerissen.&#171;, erzählte eine Frau der anderen. Keine Ahnung, von welcher DDR-Immobilie sie berichtet hat. &#8212; &#187;All exclusive&#171; klingt beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt beginnt endlich wieder die Zeit des an der Schlange vor Softeisdielen herumstehens.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>&raquo;Sobald ein Mann verheiratet wird, sammelt er Gold und Schweine, um sein erstes Fest zu geben.&laquo; (Quelle unbekannt)</p>
<p>&mdash;</p>
<p>&raquo;Die Bemmbüchse wird abgerissen.&laquo;, erzählte eine Frau der anderen. Keine Ahnung, von welcher DDR-Immobilie sie berichtet hat.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>&raquo;All exclusive&laquo; klingt beim ersten Hinhören wirklich hochwertig.</p>
<p>&mdash;</p>
<blockquote><p>&raquo;&raquo;Grüße Sie. Geht&#8217;s gut?&laquo; &ndash; &raquo;Naja, man versucht, was d&#8217;raus zu machen.&laquo;&laquo;</p></blockquote>
<p>&mdash;</p>
<p>Fetscherstraße &#8800; fett&#8217;scher Straße</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Leiharbeiter &#8800; liar biter</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Vorigen Sonntag stand ein Mann vorn im Bus und unterhielt sich mit dem Fahrer, seinem Bekannten. Besser gesagt quatschte er ihn voll. Zuerst über das Ziel seiner abendlichen Busfahrt. Kurz darauf über sein Frauenbild. Er meinte, man muss halt immer rechtzeitig rausziehen, und dass er, falls die Frauen Ehe- oder Kinderwünsche äußern, recht schnell verduftet. Ich hörte mir seinen Monolog an und fand ihn auf eine abstoßende Art faszinierend. Ich hatte eine Plazenta im Rucksack, er sicherlich keine.</p>
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		<title>Mord und Totschlag</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/mord/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 00:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Killerbeitrag]]></category>
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	<category>Dresden</category>
	<category>schwarze Paedagogik</category>
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		<description><![CDATA[Nur der Vollständigkeit halber als Nachwort auf eine Diskussion anderswo, die in die &#187;Dresden hatte die Bomben verdient&#171;-Richtung abdriftete und plötzlich stand ich da wie ein Verteidiger des Deutschtums, obwohl ich nur aus dem zur sogenannten Bombennacht passenden Wikipedia-Artikel zitiert habe. Also: Wenn ich jemanden umbringe, weil er meine Verwandtschaft umbrachte, bin ich ein Mörder. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur der Vollständigkeit halber als Nachwort <a href="http://reflexion.blogsport.de/2010/03/08/filmischer-antikommunismus/">auf eine Diskussion anderswo</a>, die in die &raquo;Dresden hatte die Bomben verdient&laquo;-Richtung abdriftete und plötzlich stand ich da wie ein Verteidiger des Deutschtums, obwohl ich nur aus dem zur sogenannten Bombennacht passenden Wikipedia-Artikel zitiert habe.</p>
<p>Also: Wenn ich jemanden umbringe, weil er meine Verwandtschaft umbrachte, bin ich ein Mörder. Wenn ich jemanden umbringe, weil seine Mutter meine Verwandtschaft umbrachte, bin ich ein Mörder. Wenn ich jemanden umbringe, weil er die Mörder meiner Verwandtschaft nicht daran gehindert hat, bin ich ein Mörder.</p>
<p>Und wenn ich versuche, über Bande zu spielen, und ein Volk mittels Luftangriffen dazu bewegen möchte, doch bitte aufzugeben, anstatt die Strippenzieher direkt außer Gefecht zu setzen, bin ich selbst schuld daran, wenn mir dies Jahrzehnte später von Menschen vorgehalten wird, die damals noch nicht einmal geboren wurden.</p>
<p>Von der Instrumentalisierung durch einige Anti-/Deutsche ganz abgesehen, für die Menschenrechte nur gelten, wenn diese Menschen nicht gerade dem falschen Volksstamm (oder was sonst das hassenswerte Alleinstellungsmerkmal sein mag) angehören.</p>
<p>&mdash; &ndash;</p>
<blockquote><p>&raquo;Auch nach heute gültigem humanitären Völkerrecht sind flächendeckende Bombardierungen ziviler oder Zivilisten unvertretbar betreffender Ziele eindeutig als Kriegsverbrechen zu werten, da nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges Flächenbombardements in den Genfer Abkommen 1949 umfassend neu geregelt und begrenzt wurden.&laquo;</p>
<p>(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenbombardement">de.Wiki: Flächenbombardement</a>)</p></blockquote>
<p>Wobei ich als Philanthrop eigentlich kein verdammtes Wikipadia-Zitat bräuchte, um zu wissen, dass das Ermorden von Menschen immer falsch ist. </p>
<p>Denn Duckmäuser, resignierte Mitläufer, Opportunisten und waschechte Faschisten sind allesamt Opfer ihrer Gesellschaft, obwohl sie wie Täter wirken. Eine Bombardierung wiederum ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_P%C3%A4dagogik">schwarze Pädagogik</a>, die bestenfalls dazu führt, dass die überlebenden Täter|Opfer nun in eine andere Richtung duckmäusern, mitlaufen und Chancen nutzen.</p>
<p>Und was, wenn diese Richtung wieder die falsche ist; also zum Beispiel, wenn sich die Globalisierung als Schneeballsystem und Völkermörder entpuppt? Soll dann erneut heilsames Feuer vom Himmel auf die vermeintlichen Täter regnen und ihre Gedanken läutern? Vermutlich.</p>
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		<title>Schnipsel (27.02.2010)</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/schnipsel-100227/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 23:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel-Grabbeltisch]]></category>

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	<category>Axolotl Roadkill</category>
	<category>Horoskop</category>
	<category>Wasser</category>
	<category>Toleranz</category>
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		<description><![CDATA[Ich sollte weniger über die Hegemann-Situation lesen und lieber selbst Texte copy&#8217;n'pasten. &#8212; &#187;Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.&#171; Wer hätte gedacht, dass Ghandi auch Horoskoptexte verfasst hat? &#8212; Globalisierung ist, wenn man unterwegs unversprudeltes italienisches Mineralwasser kauft, statt vor der Radtour eine Trinkflasche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sollte weniger <a href="http://www.classless.org/2010/02/22/das-fraulein-bedient-sich/">über die Hegemann-Situation lesen</a> und lieber selbst Texte copy&#8217;n'pasten.</p>
<p>&mdash;</p>
<blockquote><p>&raquo;Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.&laquo;</p></blockquote>
<p>Wer hätte gedacht, dass Ghandi auch Horoskoptexte verfasst hat?</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Globalisierung ist, wenn man unterwegs unversprudeltes italienisches Mineralwasser kauft, statt vor der Radtour eine Trinkflasche Leitungswasser abzufüllen.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Und plötzlich muss man sich während des Geburtstagsfeier-Smalltalks zum Pokerface zwingen, weil vermeintlich weltoffene Menschen etwas Saudummes erzählen. Beliebte Themen sind unter anderem <a href="http://martinm.twoday.net/stories/6189840/">Kinder(v)erziehung</a>, Populärwissenschaft, Zeitgeschehen und Popkultur (z.B. &raquo;Schwuchteln&laquo; bei GZSZ). Wobei: Würde man auf jede fragwürdige Bemerkung voll einsteigen, bräuchte man im Folgejahr weitaus weniger Zeit auf Geburtstagsfeiern zu verbringen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Antworten</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/antworten/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 21:14:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel-Grabbeltisch]]></category>

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	<category>Der Sinn des Lebens</category>
	<category>Nihilismus</category>
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		<description><![CDATA[Aphelion stellte im April letzten Jahres Fragen, die ich mir schon damals zutraute, (teilweise mit Gegenfragen) beantworten zu können. Nun habe ich das Gesamtpaket endlich doch noch hierher hinübergerettet, umformuliert, und erneut veröffentlicht. ~Wieso gibt es uns? Wieso gibt es Fliegen? Wieso Steine? Wieso wieso? Es gibt uns. ~Ist alles so wie es scheint? Vielleicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aphelion</em> <a href="http://aphelion.soup.io/post/17932597">stellte im April letzten Jahres Fragen</a>, die ich mir schon damals zutraute, (teilweise mit Gegenfragen) beantworten zu können. Nun habe ich das Gesamtpaket endlich doch noch hierher hinübergerettet, umformuliert, und erneut veröffentlicht.</p>
<p><strong>~Wieso gibt es uns?</strong></p>
<p>Wieso gibt es Fliegen? Wieso Steine? <a href="http://kottke.org/10/02/richard-feynman-explains-magnets-sort-of">Wieso wieso?</a> Es gibt uns.</p>
<p><strong>~Ist alles so wie es scheint?</strong></p>
<p>Vielleicht.</p>
<p><strong>~Was ist der Sinn des Seins?</strong></p>
<p>Was ist schon sinnvoll? Dass die Sonne scheint, ist für dich zwar von Vorteil, aber sie tut es nicht <em>für</em> dich. Sinnhaftigkeit ist eine Wertung, kein messbarer Fakt.</p>
<p>Und die Beantwortung der ähnlich klingenden Frage, wie sinnvoll man für andere Menschen sei, hat im Laufe der Menschheitsgeschichte schon viele Milliarden Menschenleben gekostet.</p>
<p><strong>~Gibt es Grenzen?</strong></p>
<p>Eigentlich nur die naturgesetzlich festgelegten. Alle anderen würde ich eher als Denkverbote, Selbstzensur oder sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doppeldenk">Doppeldenk</a> bezeichnen.</p>
<p><strong>~Was wäre anders, wenn ich nicht existieren würde?</strong></p>
<p>Vieles. Versuche nur mal, dir vorzustellen, was für wen anders gelaufen wäre, wenn es eine <em>andere</em> Samenzelle &#8216;geschafft&#8217; hätte.</p>
<p><strong>~Was ist [eine absolute] Wahrheit?</strong></p>
<p>Etwas, das wir nicht erkennen können, weil wir nicht zwischen Wahrheit und Theorie unterscheiden können oder wollen.</p>
<p><strong>~Was passiert nach dem Tod?</strong></p>
<p>Die Atome und Moleküle, aus denen der Körper zum Zeitpunkt deines Todes bestand, reisen weiter; Energie wird umgewandelt und an die Umgebung weitergereicht. Bedenke, dass du aus Sternenstaub bestehst.</p>
<p><strong>~Ist der Mensch ein missratenes Tier?</strong></p>
<p>Der Mensch ist eine Tierart. &ndash; Ist der Tod ein missratener Schlaf?</p>
<p><strong>~Warum wollen Menschen immer &raquo;mehr&laquo; haben?</strong></p>
<p>Weil sie sich einreden, dass sie mehr brauchen, oder die dazu erforderlichen Mittel besitzen. Manchmal stimmt&#8217;s.</p>
<p><strong>~Gibt es Zufälle oder Schicksal?</strong></p>
<p>Ein Schicksal ist ein verklärter Zufall. An vielen Zufällen sind jedoch in Wirklichkeit du und deine Erzieher schuld. Beispielsweise wärst du nicht in der Lage, diesen Text zu lesen, wenn du nicht Lesen gelernt hättest.</p>
<p><strong>~Warum bin ich so, wie ich bin?</strong></p>
<p>Das liegt an der Erbmasse in Kombination mit deiner Erziehung durch<br />
Mitmenschen. Dein Hirn filtert und sortiert aufgenommenes Rohmaterial und berechnet eine vermeintliche Idealroute entlang der (teils gerichteten) Zufälle.</p>
<p>Nicht vergessen: Auch hinter Medien stehen Mitmenschen. Und verstorbene Menschen haben dafür gesorgt, dass du in einem Staat lebst. Sie bestimmen deinen Lebenslauf mit, obwohl sie dich nie kennengelernt haben und du sie nur aus Erzählungen kennst.</p>
<p><strong>~Warum gibt es &#8220;böse&#8221; und &#8220;gute&#8221; Menschen?</strong></p>
<p>Weil Menschen sich diese Begriffe ausgedacht haben, um ihrem Leben eine richtung zu geben. Ein anderes Beispiel sind die scheinbaren Gegensätze dumm/klug oder schön/hässlich, deren Erkennungsmerkmale noch nie überall auf der Erde völlig übereingestimmt haben.</p>
<p><strong>~Wieso treffen wir falsche Entscheidungen?</strong></p>
<p>Weil wir falsche Entscheidungen oft für die richtigen halten. Weil wir nicht alles wissen. Aber vor allem., weil es möglich ist. Andererseits stellt sich im Nachhinein manchmal raus, dass ein selbst ein grober Fehler positive Konsequenzen hat.</p>
<p><strong>~Was ist [falsch]?</strong></p>
<p>Ein Verstoß gegen Naturgesetze. Alles andere ist die (wertende) Ansichtssache irgendwelcher Menschen, welche sich zusätzliche Gesetze, Tabus usw. geschaffen haben, um mit der Welt und ihresgleichen klarzukommen.</p>
<p>Ist es denn <em>richtig</em>, vor einen Zug zu springen? Wenn dein Maßstab das menschliche Leben oder die Schockwirkung auf den Eisenbahner ist, dann ist die Antwort sicher ein schnelles, unüberlegtes &#8220;Nein.&#8221; Währenddessen ist es dem Universum relativ egal, was seine Bestandteile soeben tun.</p>
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		<title>Der jährliche Ausnahmezustand</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/der-jahrliche-ausnahmezustand/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 17:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[hierzulande]]></category>

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	<category>Dresden</category>
	<category>dreizehnter Februar</category>
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		<description><![CDATA[Während in der Innenstadt diverse Demonstranten und zighundert Bereitschaftspolizisten den Pappschnee in Schmutzwasser verwandelten, habe ich an der Stadtgrenze zu Radebeul etwa eine Dreiviertelstunde auf die Straßenbahn gewartet und die Hälfte der Zeit auf die Dresdner Verkehrsbetriebe geflucht, die es trotz monatelanger Vorwarnzeit nicht gebacken bekommen haben, fucking Schienenersatzverkehr bereitzuhalten für die Linie 4, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in der Innenstadt <a href="http://www.dresdner-rand.de/hohle-symbole-eine-nachbetrachtung-zum-13-ferbuar-in-dresden/">diverse Demonstranten</a> und zighundert Bereitschaftspolizisten den Pappschnee in Schmutzwasser verwandelten, habe ich an der Stadtgrenze zu Radebeul etwa eine Dreiviertelstunde auf die Straßenbahn gewartet und die Hälfte der Zeit auf die Dresdner Verkehrsbetriebe geflucht, die es trotz monatelanger Vorwarnzeit nicht gebacken bekommen haben, fucking Schienenersatzverkehr bereitzuhalten für die Linie 4, welche täglich direkt durch die Innenstadt fährt und deshalb <em>immer</em> ausfällt, sobald sich dort diverse Demonstranten und zighundert Bereitschaftspolizisten herumdrücken.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Während in der Innenstadt diverse Demonstranten und zighundert Bereitschaftspolizisten den Pappschnee in Schmutzwasser verwandelten, haben wir versucht, den Bus- und Straßenbahnverkehr so gut es eben geht aufrecht zu erhalten. Und das ist keine leichte Aufgabe in einer Stadt, in welcher alle Straßenbahnlinien mindestens einmal den Weg der Demonstranten kreuzen und deshalb aus Sicherheitsgründen teilweise oder komplett ausfallen. Und dann dürfen wir in Blogs lesen, wieviel Kacke wir gebaut hätten, und uns Gemecker anhören von Menschen, die schon für einige Zeit Dresdner sind und es sich hätten denken können, dass an einem solchen Tag auch auf Ersatzfahrpläne <em>kein</em> Verlass sein wird.</p>
<p>&mdash;</p>
<p>Endlich durfte ich mal wieder einen ganzen Tag mit &#8216;nem <em>großen</em> Helikopter herumfliegen. Besten Dank dafür, Bomber-Harris!</p>
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		<title>Auch ein Totholzmedium</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/auch-ein-totholzmedium/</link>
		<comments>http://www.gruselgrotte.de/auch-ein-totholzmedium/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 15:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktpalette]]></category>

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	<category></category>
	<category>Sponsoring</category>
	<category>Abschlusszeitung</category>
	<category>Druckkosten</category>
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		<description><![CDATA[Meine Cousine ist zur Zeit dabei, Sponsoren für die Abiturzeitung anzuwerben, und anschließend seitenweise Anekdoten, Sprüche und Lehrerwitze mit Anzeigen für die geldgebenden lokalen Unternehmen zu vermischen. Ich zumindest fänd&#8217;s logischer und würdevoller, ein werbefreies Heft als PDF-Download auf der Schulhomepage bereitzustellen. Denn was jährlich allein deutschlandweit an solchen Abschlusszeitungen ausgedruckt wird, nur um dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Cousine ist zur Zeit dabei, Sponsoren für die Abiturzeitung anzuwerben, und anschließend seitenweise Anekdoten, Sprüche und Lehrerwitze mit Anzeigen für die geldgebenden lokalen Unternehmen zu vermischen.</p>
<p>Ich zumindest fänd&#8217;s logischer und würdevoller, ein werbefreies Heft als PDF-Download auf der Schulhomepage bereitzustellen. Denn was jährlich allein deutschlandweit an solchen Abschlusszeitungen ausgedruckt wird, nur um dann bei Umzügen unvermisst verlorenzugehen, verschlingt etliche Hektar Waldfläche.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Arbeitsqualität durch Qualitätsarbeit</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/arbeitsqualitaet-durch-qualitaetsarbeit/</link>
		<comments>http://www.gruselgrotte.de/arbeitsqualitaet-durch-qualitaetsarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 23:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volk's Wirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[hierzulande]]></category>

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	<category>Arbeitswelt</category>
	<category>Durchhalteparole</category>
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		<description><![CDATA[Neulich fand ich im Broschürenregal gleich hinter dem Vordereingang des Pieschener Ex-Rathauses (a.k.a. Ortsamt) ein hochformatiges Heft, welches unter dem Titel &#34;Das halbe Leben&#34; &#187;für eine neue Kultur der Arbeit&#171; wirbt. Vermutlich, weil jemand der Meinung war, die alte Arbeitskultur sterbe aus. Doch schon beim ersten Durchblättern fiel mir auf, dass sich recht wenig geändert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich fand ich im Broschürenregal gleich hinter dem Vordereingang des Pieschener Ex-Rathauses (a.k.a. Ortsamt) ein hochformatiges Heft, welches unter dem Titel <strong><a href="http://das-halbe-leben.de/">&quot;Das halbe Leben&quot;</a></strong> &raquo;für eine neue Kultur der Arbeit&laquo; wirbt. Vermutlich, weil jemand der Meinung war, die alte Arbeitskultur sterbe aus.</p>
<p>Doch schon beim ersten Durchblättern fiel mir auf, dass sich recht wenig geändert hat an den Forderungen jener, für die die &raquo;Arbeit ist die Quelle unseres Wohlstandes&laquo; ist und bei denen man nie weiß, wen genau sie meinen, wenn sie &#8216;uns&#8217; sagen.</p>
<p>Olaf Scholz etwa gibt bereits im Vorwort zu:</p>
<blockquote><p>&raquo;Für das Bemühen um gute Arbeit und eine neue Kultur der Arbeit sprechen zunächst einmal wirtschaftliche Gründe.&laquo;</p></blockquote>
<p>Nämlich das internationale Wirtschaftsmächte-Ranking. Die &raquo;gute Qualifikationen und eine hohe Motivation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer&laquo; wirken nicht wie Hauptsachen, sondern wie Mittel zum Zweck. Auch unterscheidet Scholz (versehentlich?) zwischen &raquo;Arbeit&laquo; und &raquo;guter Arbeit&laquo;, und sorgt einige Zeilen später für Unbehagen bei allen Werktätigen, die der Prozentrechnung mächtig sind:</p>
<blockquote><p>&raquo;Arbeit ist das halbe Leben &ndash; und manchmal mehr als das.&laquo;</p></blockquote>
<p>Nutze den Tag, aber bedenke, dass du sterblich bist!</p>
<p><strong>Seite 6:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Der internationale Wettbewerb ist zu einem Wettbewerb des Lernens und Wissens, der Wandlungs- und Innovationsfähigkeit geworden. Die Ansprüche an die Qualifikation der Mitarbeiter und ihre Teamfähigkeit steigen und machen lebenslanges Lernen unumgänglich.&laquo;</p></blockquote>
<p>War das vor dreißig, siebzig, oder zweihundert Jahren etwa anders? Nein. Es gab seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte nie so etwas wie eine gute alte (sprich: fortschrittslose) Zeit. Jährlich kamen Innovationen technischer und geistigeswissenschaftlicher Art hinzu, wurden Berufe nutzlos und war Weiterbildung der Schlüssel zum Erfolg.</p>
<blockquote><p>&raquo;Durch eine kluge Arbeitsorganisation und eine alternsgerechte Arbeitsplatzgestaltung können die spezifischen Fähigkeiten von Älteren und Jüngeren bestmöglich genutzt werden. Eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen wird für die dauerhafte Sicherung des<br />
Arbeitskräfteangebots unverzichtbar.&laquo;</p></blockquote>
<p>Wer nutzt wen/was aus welchem Grund? Solche Sätze muss man genau lesen, denn die Wortwahl verrät die Agenda.</p>
<blockquote><p>&raquo;Gleichzeitig müssen Unternehmen in der Lage sein, schnell und angemessen auch auf nicht prognostizierte Veränderungen zu reagieren, beispielsweise auf Kundenanforderungen, auf verfügbare Technologie oder auf gesellschaftliche Erwartungen und Rahmenbedingungen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Noch mehr alter Wein? Wie neu ist diese neue Kultur der Arbeit eigentlich?</p>
<blockquote><p>&raquo;Eine Unternehmenskultur, die die Potenziale der Beschäftigten fördert und auf ihre Bedürfnisse eingeht, ist die beste Grundlage, um die Leistungsbereitschaft und Flexibilität der Beschäftigten zu erhalten.&laquo;</p></blockquote>
<p>Ungepflegte Maschinen gehen nämlich schneller kaputt.</p>
<p><strong>Seite 8:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Damit wir auch in Zukunft unseren Wohlstand sichern können, müssen [&hellip;] jüngere, gut ausgebildete Beschäftigte für Unternehmen gewonnen und wenn möglich auch in Krisenzeiten gehalten werden, um den demografischen Wandel zu gestalten.&laquo;</p></blockquote>
<p>Wo kommen wir da hin, wenn fähige Menschen ihre hier erworbenen Fähigkeiten außer Landes tragen? Die sollen doch nur global denken und nicht global handeln!</p>
<p>Die Lösung: Eine unterschwellige Patriotismus-Debatte durch die Erwähnung des demografischen Wandels lostreten. Als ob nicht täglich andernstaats zigtausend Kinder geboren werden, die man hierzulande zu Ingenieurnachwuchs heranziehen könnte, aber lieber an Unterernährung verrecken lässt, weil die Hautfarbe nicht stimmt.</p>
<p>(Ernsthaft: Warum gibt es keine Abkommen mit Drittweltländern, deren überschüssige Kinder gegen unsere <s>Glasperlen</s> Hilfsgüter einzutauschen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken?)</p>
<blockquote><p>&raquo;[Q]ualitativ hochwertige und finanzierbare Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf allen Ebenen [ermöglichen.]&laquo;</p></blockquote>
<p>Das ärgerliche Detail ist die Finanzierbarkeit. Bildung ja, aber bitte nicht zu teuer. Sonst bleibt kein Geld mehr übrig für Schulgebäudesanierungen, Digitalwandtafeln und ähnliche Konjunkturkurbeln.</p>
<p><strong>Seite 10:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Die Ziele der Initiative „Für eine neue Kultur der Arbeit“ gehen über die rein wirtschaftlich erforderlichen Veränderungen hinaus. Sie will Arbeit so gestalten, dass sie ökonomisch nachhaltig und zum sinnstiftenden Teil des Lebens möglichst aller Menschen wird.</p>
<p>[&hellip; D]ie Arbeit soll so gestaltet sein, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis zur Rente gesund arbeiten können und dies auch wollen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Sinnstiftend wie in: Menschen ohne Arbeit führen sinnlose Leben. &ndash; Noch immer steht die Frage im Raum, für wen die Menschenleben sinnvoll sein sollen, deren Sinn/-losigkeit hier (durch wen eigentlich?) zur Diskussion gestellt wird.</p>
<blockquote><p>&raquo;Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Sie sind Grundlage für Motivation und Leistungsfähigkeit. Betriebe und Beschäftigte[!] müssen sich ihrer Verantwortung hierfür bewusst sein.&laquo;</p></blockquote>
<p>Übersetzung: Bitte kein Humankapital aus dem Fenster werfen.</p>
<blockquote><p>&raquo;Die alten Lebensmuster – erst lernen, dann arbeiten, dann Rente – haben ausgedient. Zeiten des Arbeitens, des Lernens, der Familienarbeit werden sich immer weniger ausschließen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Es ist nämlich vollkommen normal, dass Rentner und Schüler wöchentlich Werbematerial austragen oder dass Studenten in Supermärkten jobben, um über die Runden zu kommen. Wenn sie nur motivierter wären &hellip;</p>
<p><strong>Seite 12:</strong></p>
<p>Überspringe ich ungebeten.</p>
<p><strong>Seite 14:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Alle haben ein Interesse daran, dass die Beschäftigten fit und belastbar bleiben. [&hellip;] Gerade in diesem Bereich gibt es bereits viele Beispiele guter Praxis, von denen die Unternehmen lernen können.&laquo;</p></blockquote>
<p>Diese &raquo;Beispiele guter Praxis&laquo; sind unter anderem als Mindestanforderungen, Empfehlungen, DIN-Normen und Arbeitsschutzgesetze bekannt, und inzwischen in Deutschland völlig selbstverständlich. Offiziell zumindest. Die miesesten Drecksarbeiten werden sowieso größtenteils in Entwicklungsländer outsourced. Was schert den deutschen Verbraucher fremdes Leid?</p>
<p><strong>Seite 16:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Flexibilität bei der Arbeitszeit sollte keine Einbahnstraße sein.&laquo;</p></blockquote>
<p>Hä?</p>
<blockquote><p>&raquo;Es gibt bereits gute Beispiele, die zeigen, wie Betriebe ihre Beschäftigten bei der Kinderbetreuung unterstützen. Hierzu gehört die Möglichkeit, Betriebskindergärten auf- und auszubauen, Belegplätze in den Kindergärten zu finanzieren oder Familienservices durch das Unternehmen zu fördern.&laquo;</p></blockquote>
<p>Damit bereits die Jüngsten an ein Leben im beruflichen Umfeld gewöhnt werden. Denn die Schulzeit steht sowieso längst unter dem Motto <s>Grube und Pendel</s> Fördern und Fordern, und soll den Arbeitsmarktpreis der Heranwachsenden maximieren.</p>
<p>(Gibt es eigentlich Werks-Pflegeheime?)</p>
<p><strong>Seite 18:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Bildung, Weiterbildung und Qualifizierung sind unverzichtbare Investitionen in die Zukunft. Sie sichern den Unternehmen nicht nur Know-how und damit Innovationsfähigkeit, sondern fördern zudem die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.&laquo;</p></blockquote>
<p>Mehr vom Gleichen. Doch diese Formulierungen machen endgültig klar, dass dieses Heft aus Arbeitgeber-Perspektive geschrieben wurde, und die ArbeiterInnen mit Furcht vor dem Verlust einer Weltspitze zu überzeugen versucht, welche logischerweise auf den schlechter angesehenen Weltrangplätzen anderer Staaten und deren damit verbundenen niedrigeren Lebensqualitäten basieren muss. Neidgesellschaft goes global.</p>
<blockquote><p>&raquo;Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird es zudem darauf ankommen, Menschen mit bisher geringer Beteiligung an Weiterbildung mitzunehmen und ihnen neue Perspektiven in der Arbeitswelt zu öffnen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Leiste auch Du deinen Beitrag!</p>
<p><strong>Seite 20:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Forschung und Forschungsförderung zur Gestaltung einer modernen, menschengerechten Arbeitswelt haben in Deutschland eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht.&laquo;</p></blockquote>
<p>Nicht ganz so weit her ist es mit der Tradition, diese Forschungsergebnisse auch umsetzen. (Von der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Extermination_through_labor">Vernichtung durch Arbeit</a> und <a href="http://pirat-micha.blogage.de/entries/2010/2/3/Ist-Zwangsarbeit-in-Deutschland-eigentlich-verboten">humaneren Zwangsmaßnahmen</a> mal ganz abgesehen.)</p>
<p><strong>Seite 21:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Forschungsergebnisse allein bieten noch keine besseren Bedingungen. Aber sie können helfen, Umsetzungsstrategien zu entwickeln.&laquo;</p></blockquote>
<p>Aber bitte möglichst preiswert und systemkonform.</p>
<p><strong>Seite 22:</strong></p>
<blockquote><p>&raquo;Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen ihre Erfahrung und ihre Meinung einzubringen: Wie kann eine humane und wirtschaftlich erfolgreiche Arbeitswelt gestaltet werden?&laquo;</p></blockquote>
<p>Bin ich der einzige, der sich eine humane Arbeitswelt wünscht? Vor allem, weil sich wirtschaftlicher Erfolg meines Erachtens niemals menschlich sein kann, da er stets auf (dem Erzeugen von) Gier und Missgunst basiert.</p>
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		<item>
		<title>Kein großer Lastkraftwagen</title>
		<link>http://www.gruselgrotte.de/kein-grosser-lastkraftwagen/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 21:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Volk's Wirtschaftslehre]]></category>

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	<category>LSD</category>
	<category>teh intarwebs</category>
	<category>Netzkritik</category>
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		<description><![CDATA[Andrian Kreye hat im webzwonulligen Sueddeutsche-Unterblogdings Der Feuilletonist einen Beitrag namens &#34;Es begann mit dem Märchen vom digitalen LSD&#34; veröffentlicht, der vom iPad und Timothy Leary auf&#8217;s Internet zu schließen versucht und meines Erachtens nach insgesamt recht lächerlich geraten ist. Hier nun einige kommentierte Leseproben: &#187;Das iPad beendet die Offenheit des Internets und reduziert die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andrian Kreye hat im webzwonulligen Sueddeutsche-Unterblogdings <em>Der Feuilletonist</em> einen Beitrag namens <a href="http://blogs.sueddeutsche.de/feuilletonist/2010/01/31/digitales-lsd/"><strong>&quot;Es begann mit dem Märchen vom digitalen LSD&quot;</strong></a> veröffentlicht, der vom iPad und Timothy Leary auf&#8217;s Internet zu schließen versucht und meines Erachtens nach insgesamt recht lächerlich geraten ist. Hier nun einige kommentierte Leseproben:</p>
<blockquote><p>&raquo;Das iPad beendet die Offenheit des Internets und reduziert die interaktive Kultur des Web 2.0 auf ein Gerät, mit dem man nur noch konsumieren kann.&laquo;</p></blockquote>
<p>So etwas schreibt Kreye in einen Essay, den Leser kommentieren können, und lässt es ungelöscht. Da hat er wohl das Touchscreen-Keyboard (istgleich Eingabe) und die Möglichkeit, solche Geräte zu <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jailbreak_%28iPhone_OS%29">jailbreaken</a>, übersehen.</p>
<blockquote><p>&raquo;Tieferer Grund der Enttäuschung ist eine Verklärung des Internets und digitaler Technologien, die schon früh begann. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Welt der kalifornischen Computerpioniere entscheidend von der psychedelischen Kultur der sechziger Jahre geprägt wurde, die ähnlich weltfremd mit sich und ihren Werken umging.&laquo;</p></blockquote>
<p>Informationen zu befreien und/oder selbstlos zu teilen ist also weltfremd und nicht der Idealzustand? Enttäuschend ist vielmehr die Verklärung der derzeitigen Wirtschaftsform, sowie, dass einen diverse Megacorps durch Lobbyistengeflenne (vulgo: Abmahnung) und unzeitgemäße Anklagepunkte (z.B. Zitatrechtsverletzungen) an der Informationsvermittlung hindern dürfen.</p>
<blockquote><p>&raquo;„Das Internet ist das LSD der neunziger Jahre.” Denken und Kultur sollte es verändern.&laquo;</p></blockquote>
<p>Ist dem etwa nicht so? Wer ist denn für die Generation Kostenlos verantwortlich, die keine Lust mehr hat, (komplette) Datenträger zu kaufen, wenn nicht die technischen Neuerungen wie etwa Filesharing und Feedreader?</p>
<blockquote><p>&raquo;Nun wird jeder bestätigen, der sich sowohl mit der psychedelischen wie der digitalen Kultur auseinandergesetzt hat, dass der psychedelische Wert des Internets gleich Null ist.&laquo;</p></blockquote>
<p>Kommt immer darauf an, welche Webseiten man besucht. <strong>&quot;World-of Warcraft&quot;</strong>-Kämpfe und das (vom Feuilleton vor einigen Jahren überhypte) <strong>&quot;Secondlife&quot;</strong> etwa würde ich durchaus unter außerkörperliche Erfahrungen einordnen. Und dann gibt es auch noch <a href="http://r33b.net/">Hypnotoad</a>.</p>
<blockquote><p>&raquo;Denn es ging im Internet nie um kulturelle Inhalte und Deutungshoheiten, nie um intellektuelle Aufbrüche, sondern um Produktivität und Wirtschaftsmacht.&laquo;</p></blockquote>
<p>Das kommt auf die Intentionen der BenutzerInnen an. Wer bloß chatten will, chattet halt und programmiert keine Netzkunst. Und wer Geld verdienen will, nimmt das iPad als Aufhänger, um möglichst viele Suchmaschinennutzer anzulocken.</p>
<blockquote><p>&raquo;Sicherlich hat unser Leben in den vergangenen 15 Jahren nichts so verändert, wie das World Wide Web und die mobile Technik. Wirklich verändert hat sich jedoch unser Alltag.&laquo;</p></blockquote>
<p>Well, duh. Sicherlich hat unser Leben in den vergangenen hundertfünfzig Jahren nichts so verändert, wie das Automobil. Wirklich verändert hat sich jedoch unser Alltag.</p>
<blockquote><p>&raquo;Die kulturellen Leistungen des Internets sind bisher noch marginal.&laquo;</p></blockquote>
<p>Weil es keine Person ist, sondern ein Kommunikationskanal. Es wird benutzt und verändert dadurch das Leben seiner NutzerInnen, die nun beispielsweise nicht mehr auf Briefe warten müssen, weil sie emailen oder skypen können.</p>
<blockquote><p>&raquo;Fast alle epochalen Texte, die das Internet hervorgebracht hat, beschäftigen sich mit: dem Internet.&laquo;</p></blockquote>
<p>Wieviele epochale Texte, veröffentlicht im (und nicht vom!) Internet, hat der Autor wohl gelesen?</p>
<blockquote><p>&raquo;Und visuell haben Computer und Internet bisher weder in der Kunst noch im Design nennenswerte Spuren hinterlassen.&laquo;</p></blockquote>
<p>Hahaha, ach du Scheiße. Jeder Arthouse-Film hat Computereffekte, selbst wenn&#8217;s nur das Vorspanndesign und die Vertonung betrifft. Und Designer ohne CAD-Programm oder Online-Inspirationsquellen gibt es, glaube ich, keinen einzigen mehr in der Ersten Welt.</p>
<blockquote><p>&raquo;Doch das revolutionäre Potential der digitalen Technologien und des Internets ist ein Impuls aus der Wirtschaft.&laquo;</p></blockquote>
<p>EMI und Warner Music haben den Download erfunden.</p>
<blockquote><p>&raquo;Spätestens mit der Popularisierung des Internets durch Zugangsprogramme von Anbietern wie America Online und Compuserve folgt die Dynamik des Internets den Naturgesetzen der Geldströme in der freien Marktwirtschaft.&laquo;</p></blockquote>
<p>Naturgesetze der Geldströme?</p>
<blockquote><p>&raquo;Geld verdient man in der digitalen Welt entweder mit dem Verkauf von Software und Geräten oder mit der Bereitstellung von Übertragungswegen wie Kabel- oder Mobilfunknetzen. Mehr kann und will die digitale Welt gar nicht.&laquo;</p></blockquote>
<p>Was hat das Geldverdienenwollen mit dem Kommunikationskanal zu tun? Wer ist <em>man</em>? Und überhaupt: Man verdient als Normalverbraucher auch nicht <em>mit dem</em> Telefon Geld, sondern höchstens <em>am</em>.</p>
<blockquote><p>&raquo;Kultur und soziale Funktionen sind da nur[!] Schmierstoff in einer Industrie, die davon lebt, die Aufmerksamkeit ihrer Kunden zu jeder Zeit so lange wie möglich an ihre Produkte zu binden.&laquo;</p></blockquote>
<p>Das dürfte beim Verlagswesen durchaus ähnlich sein. Fröhliche Glashaus-Kristallnacht.</p>
<p>(via <a href="http://midnightradio.soup.io/post/43853386/Digitales-LSD">midnightradio.soup.io</a>)</p>
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		<title>Angebote</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 11:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henteaser</dc:creator>
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	<category>Bindestrich</category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am schwarzen Brett der Kaufland-Filiale in Dresden Naußlitz bietet jemand eine <em>&raquo;Satanlage&laquo;</em> an. Genauer geschrieben eine <em>Sat-Anlage</em>. Auch dem <em>&raquo;Riesenohrensessel&laquo;</em> fehlt ein Bindestrich.</p>
<p>Währenddessen glauben andere AnbieterEtten, dass Adjektive wie <em>traumhaft</em> und <em>wunderschön</em> vor jedes anständige Substantiv gehören. Oder sollte es tatsächlich Menschen geben, die von <em>&raquo;traumhaft schönen Terrarien&laquo;</em> träumen, oder aber sich unter einem <em>&raquo;wunderschönen Bild mit Rosen&laquo;</em> auch ohne Abbildung etwas vorstellen können?</p>
<p>Wohlgemerkt: Das  Foto/Gemälde/Gekrakel ist <u>mit</u> Rosen und hat sie nicht ausdrücklich zum Hauptmotiv.</p>
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