Extreme Amazon.de-Suchergebnissing
Ich hab’ heute bei amazon.de nach dem Buch Ghouls in my Grave von Jean Ray gesucht. Und da die das nicht in ihrem Bestand haben, wurde stattdessen automatisch die Suche nach dem naheliegendsten Wort gestartet: in. Komischerweise ergab selbst das keine überlange Liste mit englischen Büchern, sondern eine mit 964 Heimwerkerartikeln, bei denen in Teil der Produktbeschreibung ist. Das konnte natürlich nur geschehen, weil ich den Fehler begangen hatte, "Alle Produkte" nach Ghouls in my Grave zu durchforsten. Ich, der DAU.
Wer – durch das oben geschilderte Erlebnis schlau geworden – die Suche auf "Englische Bücher" beschränkt, der wird durch die 154 bunt durchmischten Search-Inside-Ergebnisse alsbald erkennen: Das gesuchte Werk gibt es hier nicht und gab es nie.
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Diejenigen, die gleich nach dem Autorennamen fahnden, dürfen ebenfalls die Erfahrung machen, dass die ‘künstliche Intelligenz’ der Suchmaschine suboptimal ist; sie zerreißt nämlich Jean Ray in Vor- und Familiennamen. Mit dem Ergebnis, dass die so erstellte Liste aus sechzig Werken von zum Beispiel "Jean Swingle Greek und Ray C. Greek" und anderen Jeans und Rays besteht.
(Nur der Vollständigkeit halber: Es ist für die amazon.de-Suche unerheblich, ob man mehrteilige Eingaben in Gänsefüßchen fasst.)
Klickt man auf den Titel des ersten der links angezeigten "Deutschen Bücher" von Jean Ray – Die Bizarre Bibliothek 07. Malpertuis – und dort wiederum auf den Namen des Autors, ist das Resultat ähnlich. Nur halt auf "Deutschsprachige Bücher" bezogen, die von Jean Soundso oder Ray Kenntkeiner verfasst wurden.
Tja, wie soll nun das Schlusswort lauten – Die Suchmaschinen sind nur so klug wie ihre Benutzer? Ich weiß nicht so recht.


