Gruselgrotte der blutdurstigen Würste

Ein Paradies für eilige Käufer

… sind Großmärkte wie Saturn, Karstadt und Media Markt nicht. Man muss schon einige Zeit mitbringen, will man deren DVD- und CD-Angebot von Ah bis Zett durcharbeiten.

Denn die Hüllen stehen in (un)sortierten Schichten hintereinander und nebeneinander; ihre Cover ‘schauen’ den Kunden an, verdecken sich dafür jedoch gegenseitig.

Dabei ist Übersichtlichkeit keine Raketenwissenschaft: Das in etlichen Seminaren auf Freundlichkeit und Regalordnungen geschulte Fachpersonal könnte ja einfach die Ware mit dem (ebenfalls bedruckten) Rücken zur Kundschaft aufstellen.

Das tun ihre buchhandelnden Kollegen schließlich auch und fahren seit Jahrzehnten gut damit, warum also wird dieses Erfolgsmodell nicht angewendet?

Ganz klar: Nur blätternde Kunden verweilen lange genug am Regal, um andere kaufwürdige Titel zu registrieren. In einer kundenfreundlichen Welt würden sie das Gesuchte sofort am Schriftzug erkennen und wahrscheinlich auch nur das Produkt kaufen, das sie von Anfang an wollten.

Wahrscheinlich gibt es sogar betriebsinterne Anweisungen, ab und zu mal Datenträger falsch einzuräumen…

Damit die Kunden nicht einmal mehr den Alphabet-Markierungen vertrauen, alles doppelt durchgraben und schließlich gefrustet irgendeinen Streifen erstehen, damit sie ihre Zeit "wenigstens nicht völlig verplempert" haben.

Keine Stichworte.
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(15. March 2006, 20:25) - Comments Off

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