Der neue Beitrag vom Autor von Willscheck.de
Product Placement und Werbung während einer Fernsehsendung per Split-Screen oder durchs Bild gleitender Animation?
Ähem, okay, werft ruhig euer Geld zum Fenster raus, ihr Spacken!
Ich gehe ins Kino. Ich kaufe mir die DVD. Und auch bei den Nicht-Filmen übersehe ich die Werbung und registriere die Sponsoren nur am Rande. Schon immer.
Mixery Raw Deluxe hieß halt so; ich habe mir das Gemisch nie gekauft, aber dafür die Musik genossen.
Wenn sich in Videoclips Prostituierte und prollige Cheerleader in allen Farben auf brandneuen Edelkarossen rekeln, ist das allenfalls schlecht für den Lack.
Wenn in einer Quizshow mehr Zeit für Produktinfos draufgeht, als für richtige Antworten, dann google ich das Ergebnis. ("Wer ist ein berühmter Radebeuler Weblogger?")
Und wenn Stefan Raabs Turmspringen nur ein Werbefeldzug für Plasmabildschirme war, dann nur zu. Guck ich sowieso nicht, solchen Scheißendreck!
[Disclaimer: Ich schaue nur bei Freunden oder Verwandten fern. Jedenfalls bei denen, die GEZahlt haben.]
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Auch draußen hilft mir mein Gehirn, überflüssige Infos zu filtern. Dazu gehören Werbebotschaften und Markenzeichen aller Art.
Ich bin (Kein Scheiß!) durch München spaziert, ohne auch nur einem Prozent der dort beworbenen Produkte und Dienstleistungen auch nur näher zu betrachten.
Darum glaube ich auch nicht, dass im Fernsehen ein ähnlich derbes Bombardement mit Infos und Namen und Zeichen eine andere Wirkung auf mich hätte.
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Obwohl… Ich weiß nicht, wieviele Zuschauer wöchentlich denken: "Damn, dieser Schrank da hinter Martin Schneider sieht richtig gut aus!"
Wie eng sind die Grenzen der Werbung bzw. wo ist die Grenze zwischen ihr und purer Information / bloßem Gebrauchsgegenstand?
Sollten Bühnenbilder aus tatsächlich existierenden (soll heißen: im echten Leben kaufbaren) Möbeln bestehen oder doch ‘nur’ von Studenten designed werden?
Ist eine Sachgeschichte über die Entstehung von Keksen bereits Reklame für die Fabrik, in die das Kamerateam durfte?
Wie ist das bei kritischen Kinotipps oder sogar totalen Verrissen des vorgestellten Werkes?
Wird Galileo von Schleudersitz- und Kevlarherstellern gesponsort?
Welche Leichensäcke finden in C.S.I. Miami Verwendung?
Fragen über Fragen.
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Ach ja: Das bei der Sendung "Die 100 nervigsten Deutschen" (und noch dazu kurz vor Weihnachten) ständig das Internet-Auktionshaus Ebay erwähnt wurde, war sicherlich purer Zufall und kein bisschen Dynamitfischen.

