Gruselgrotte der blutdurstigen Würste

Der Deutschen liebstes Killerspiel ist immer noch die Silvesternacht

Die Netzzeitung fasst viele der größeren Zwischenfälle zusammen, die halt so passieren, wenn in einem gebildeten Erste-Welt-Land der Jahreswechsel gefeiert wird. Und ich bin froh, nicht live dabeigewesen zu sein, als

»[in] Dresden […] rund 100 Schläger durch ein Kneipenviertel [zogen], acht von ihnen kamen laut Polizei in Gewahrsam. Mehr als 100 Polizisten waren im Einsatz.«

Natürlich ist bisher ungeklärt, ob die "hundert Schläger" nicht doch durch gewaltverherrlichende Spiele auf die Idee gekommen sind, auf der Alaunstraße Schaufensterscheiben einzudreschen und überhaupt ziemlichen Dreck zu hinterlassen.

Doch egal. Zumindest beweisen die Randale in der Dresdner Neustadt folgendes:

1. – Die dort geplante Videoüberwachung bringt nix. Wer Scheiben einschmeisst und sich mit Polizisten matcht, schert sich einen Dreck um abwechselnd unter- und überbelichtete Videobilder.

2. – Alk und Knaller gehören verboten, da ihr Missbrauch unmittelbar für Chaos und Pandämonium in den Neujahrsnächten verantwortlich ist.

3. – Oft sprechen Menschenmengen der Vorstellung Hohn, sie würden Schwarmintelligenz besitzen. Zumindest, wenn man sich diesen Schwarm gutgläubig nicht als Haufen Piranhas vorstellt. Andernfalls passt alles zusammen:

»Piranhas besitzen auch ein ausgezeichnetes Schwarmverhalten, bei Einzeltieren konnten Panikreaktionen und Stress nachgewiesen werden, während Piranhas in der Gruppe diese Phänomene auch bei der Nähe eines Feindes in einem geringeren Maße zeigen.

[…]

Piranhas werden nur aggressiv und fallen Menschen an, wenn sie stark hungern mussten oder sich in die Enge getrieben fühlen. Aquarianer, die Piranhas halten, können ohne Probleme mit der Hand ins Becken greifen und dort sauber machen, das reizt die Fische überhaupt nicht – im Gegenteil, sie ziehen sich dann in hintere Ecken des Beckens zurück.«

» hierzulande «
(2. January 2007, 11:19) - Eine Reaktion

1 Reaktion

Pingback by eldersign.de » Warum ich gerne allein bin

[...] Nun, ein Zitat des Tages geht schon noch: Oft sprechen Menschenmengen der Vorstellung Hohn, sie würden Schwarmintelligenz besitzen. [...]

Posted on January 2, 2007 at 2. January 2007, 21:29

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