Da fielen noch mehr Männer herab, einer nach dem andern, die holten neun Totenbeine und zwei Totenköpfe, setzten auf und spielten Kegel.
Der Junge bekam auch Lust und fragte: »Hört ihr, kann ich mit sein?« »Ja, wenn du Geld hast.« »Geld genug,« antwortete er, »aber eure Kugeln sind nicht recht rund.« Da nahm er die Totenköpfe, setzte sie in die Drehbank und drehte sie rund. »So, jetzt werden sie besser schüppeln,« sprach er, »heida! nun gehts lustig!« Er spielte mit und verlor etwas von seinem Geld, als es aber zwölf schlug, war alles vor seinen Augen verschwunden. Er legte sich nieder und schlief ruhig ein. Am andern Morgen kam der König und wollte sich erkundigen. »Wie ist dirs diesmal ergangen?« fragte er. »Ich habe gekegelt,« antwortete er, »und ein paar Heller verloren.« »Hat dir denn nicht gegruselt?« »Ei was,« sprach er, »lustig hab ich mich gemacht. Wenn ich nur wüßte, was Gruseln wäre!«
(aus: Gebrüder Grimm, Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen)

