Bis zum Hals in Müll
"Verband [der Müllverbrennungsanlagen (ITAD) ] fürchtet Müllnotstand in Deutschland", titelt web.de und ich atme kurzzeitig auf: Heißt das etwa, es gibt nicht mehr genug Müll, um die Anlagen zu betreiben?
Doch genau das Gegenteil ist der Fall! Deutschland quillt über vor unbehandeltem Müll, der wiederum von einem Zwischenlager zum nächsten gekarrt wird.
(Glücklicherweise strahlt das Zeug nicht. Vermutlich gibt es darum auch keine beeindruckenden Proteste und Schienensägereien, von denen sich berichten ließe, sondern höchstens halbgare Initiativen besorgter Anwohner.)
Der Artikel endet mit den Worten:
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) habe vorgeschlagen, das Deponieverbot für unbehandelten Müll drei Jahre lang auszusetzen. Ende Mai wollen sich die Umweltminister mit dem Problem befassen.
Da bin ich aber beruhigt. Auch das mit dem "Ende Mai" ist cool. Würde mich echt mal interessieren, was "die Umweltminister" bis dahin Dringenderes zu besprechen haben.

