Gruselgrotte der blutdurstigen Würste

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Stanislaw Tillich regiert übrigens nicht nur »mit kluger Kraft«, sondern lässt auch als »Der Sachse« um Wählergunst werben.

Obwohl er gleichermaßen Sorbe ist, sowie ein männlicher Weißer mit grau melierten Haaren, der sicherlich zig ähnlich politisch irrelevante Merkmale aufweist. Die Selbstdarstellung als Sachse ist vergleichbar mit dem Anpreisen von Mineralwasser als Durstlöscher.

(Noch drei Sachsen: Walter Ulbricht, Eberhard Cohrs und Till Lindemann. Abgesehen davon beißen sich meines Empfindens nach Aussage und Hochdeutsch, norr?)

Nun gut, jedenfalls hat mich dieses Wahlplakat an etwas erinnert. Nämlich daran, dass neulich erst die Redakteure zweier Gossenblätter den Fund einer Mädchenleiche mit unterschiedlichen Tatort-Details bekanntmachten: Einmal wurde das Mädchen in einem Müllsack entdeckt, das andere Mal aus dem Fluß gezogen.

Zudem haben Schlagzeilen wie die folgenden eine lange Tradition (nicht nur) bei der Dresdner Morgenpost:

- Dresden: Schülerin (13) von Straßenbahn erfasst

- Unwetter-Schock: Oma von Baum erschlagen

- Erzgebirge: Lehrling ausgeweidet und bei Nachbars über’n Zaun gehängt

- Eingewanderter Husky zerfleischte deutsche Schafe

Hier nun meine Frage in die Runde: Wonach entscheiden die Redakteure bzw. Chefs vom Dienst, dass das Mädchen zur Schülerin, der Jugendliche zum Lehrling und die Vorruheständlerin zur Oma [sic] wird?

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(14. August 2009, 22:23) - Null Reaktion

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»Kommentare gebe ich erst frei, nachdem ich sie mir durchgelesen habe. Das ist zwar sowas von uncool und altbacken, aber schont meine Nerven.«