Apotheke 2.0: curAdies
Hierauf bin ich durch eine Beilage in unserer lokalen Wochenzeitung gestoßen:
Um Ihnen liebe Kunden und Patienten dabei noch besser als bisher helfen zu können, haben sich einige Apotheken, ausgehend aus dem Leipziger Raum zur Gruppe Curadies zusammengeschlossen. Curadies – das sind mehr als 300 Mitarbeiter in über 25 individuellen Apotheken. Curadies, das sind Jahr für Jahr mehr als 20 Ausbildungsplätze im Wachstumsmarkt Gesundheit.
Aber was heißt eigentlich Curadies und wofür steht es ? Ein bißchen Latein darf es bei einer Gruppe Apotheken schon sein. Curare ist lateinisch und heißt auf deutsch heilen. Und wenn Sie bei Curadies ans Paradies denken, liegen Sie genau richtig, denn in diesen Apotheken fühlen Sie sich wohl, man mag sie einfach.
Curadies, das ist Gesundheit, die aus der Apotheke kommt. Und wenn es notwendig ist, bis zu Ihnen nach Hause oder ans Krankenbett. Curadies das heißt auch einkaufen, ohne sich um die Öffnungszeiten sorgen zu müssen. Auch wenn die Gesundheitspolitik manche Sorgen bereitet, bei Curadies-Apotheken steht immer der Patient im Mittelpunkt.
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CurAdies ist eine starke Gruppe, CurAdies, Lust auf Apotheke.
(Quelle: curadies.dagott.net)
Ich weiß nicht so ganz, was ich davon zu halten habe. Allein die Aussage "Man mag sie einfach" klingt doch arg übertrieben. Mit dieser Masche sollen wohl all jene Kunden zurückgewonnen werden, die in Apotheken nur noch Rezepte einlösen und sich die übrigen Mittelchen beim Discounter besorgen.
Wie ernst die Lage anscheinend bereits ist, verdeutlicht der absurde Name der Aktion: CurAdies – das klingt nach einer Dummverbraucher ködernden denglischen Wortkombination. Nicht einmal der Verweis auf lateinische Wurzeln vermag diesen Titel über die Schmerzgrenze eines Backshop zu erheben.
Ürigens: Wenn ich Curare lese, denke ich an Pfeilgiftfrösche und südamerikanische Eingeborene auf Affenjagd im Regenwald. Und der wiederum ist ja zumindest für manche Menschen gleichbedeutend mit Paradies.

