Gruselgrotte der blutdurstigen Würste

Abgeordnete sind zartbesaitet

Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, wieso das Abgeordnetenwatch-Moderationsteam mal wieder eine Anfrage meinerseits mit der Begründung zurückgewiesen hat, sie würde

"keine Frageabsicht oder Aufforderung zur Stellungnahme erkennen lassen und hauptsächlich dem Zweck der Meinungsäußerung oder Kommentierung dienen«

… obwohl sie eigentlich nur aus Fragen bestand. Und zwar an Dr. Joachim Pfeiffer, CDU:

"Werter Herr Dr. Pfeiffer,

Sie halten also den Fakt(?), dass sich "im Nachhinein herausgestellt hat, dass sich der Amokläufer von Winnenden im Vorfeld seiner Tat intensiv mit so genannten Killerspielen beschäftigt hat" wirklich für Grund genug, Produktion und Verbreitung gewalthaltiger Videospiele deutschlandweit (in Zeiten des Internets!) zu verbieten.

Wissen Sie denn, auf wieviele deutsche friedliche KillerspielerInnen ein potentieller Amokschütze kommt? Oder, dass die meisten Spiele realistisch genannt werden, weil sie auf reale Storyelemente wie Counterterrorismus, Söldnertum, den 2. Weltkrieg usw. setzen? Und wieso hört man eigentlich von Ihrer Fraktion in letzter Zeit sowenig über den schädlichen Einfluss von Horrorfilmen, Schundheften und Rockmusik auf jugendliche Psychen?

Dies alles würde mich wirklich interessieren.

Mit freundlichem Gruß,
Pierre Vlcek.«

Vielleicht erbarmt sich ja jemand von euch und formuliert meine Fragen so um, dass sie pappig werden wie weiches Brötchen und Menschen wie Dr. Pfeiffer (verwandt oder verschwägert?) besser bekommen. Ich jedenfalls schaff es nie, mich zusammenzureißen, wenn jemand schulterzuckend Symptome zu Krankheiten umdeutet, und sie dann unter Strafe stellen will, damit endlich mal was getan wird.

» Killerbeitraghierzulande «
(11. June 2009, 21:27) - Comments Off

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