Schmalz, Schmalz, Schmalz, Schmalz, Schmalz und Schmalz

Via Soup.io kam gerade ein österreicher Verbraucher-Ratschlag rein:

»2.4 Welche Behörde kann mir gegen Spam helfen?

(..)

Wenn der Absender unerwünschter E-Mail-Werbung ein Unternehmen mit Sitz in Österreich ist, können Sie Anzeige (am Besten schriftlich) beim zuständigen Fernmeldebüro erstatten. Wenn Sie Verbraucher sind und die E-Mail-Werbung von einem Finanzdienstleister abgesandt wurde, dann erstatten Sie Anzeige bei der Finanzmarktaufsichtsbehörde (http://www.fma.gv.at/).

Kommt die unerwünschte E-Mail-Werbung aus einem anderen Staat der EU (bzw. des EWR), dann können Sie sich an das Bundesministerium für Justiz wenden, welches Ihre Beschwerde an die zuständige ausländische Aufsichtsstelle weiterleiten wird.«

[gefunden bei teemu.soup.io]

Was ist so falsch an der altbekannten Methode, Spam-Mails rauszufiltern und kommentarlos zu löschen? Ich dachte immer, in Unternehmen wäre Zeit gleich Geld.

Wobei die empfohlene Herangehensweise natürlich ‘ne tolle Möglichkeit wäre, Praktikanten auf Trab zu halten. Schließlich dauert es seine Zeit, Spams auszudrucken (Beweissicherung!), Absender zu ermitteln und händisch Anprangerungsvordrucke auszufüllen, abzuschicken.

Warum also nicht gleich einen Pro-Wirtschafts-Arbeitsdienst daraus machen wie die Produktive Arbeit oder Amikäferjagd in der DDR? Wäre doch gelacht, wenn man so nicht die zigtausend perspektivlosen Jugendlichen von der Straße wegbekäme.

Alternativ dazu könnte man das Spam-Anprangering auch in Billiglohnländer outsourcen und dies als gute Tat feiern: Schließlich bietet diese Arbeit den asiatischen Kids eine Möglichkeit, vom Straßenstrich und den WOW-Goldminen wegzukommen.

Am Zweitschnellsten ginge es übrigens, wenn jedes Unternehmen die täglich anfallende Spamlast direkt an Fernmeldebüro, Bundesministerium für Justiz und Verbraucherzentrale forwarden und anschließend ‘das Original’ löschen würde.

Uh-oh, Fehlschlag, Brain! Damit wäre ja keinem einzigen Heranwachsenden geholfen.

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