Immobilien-Verschwörungstheorie

Nun gut, Haltestellen aus Beton wurden oft als Toilette missbraucht. Aber doch nur, weil es in der Stadt nicht genügend öffentliche Toiletten gab. Beziehungsweise nie dort, wo sie benötigt wurden. (Ein Zustand übrigens, der sich eher noch verschlechtert hat. Wer innerstädtisch klein/groß muss, darf erst suchen und dann zahlen.)

Nun gut, Gebäude aus Sandstein und Beton lassen sich leichter mit Graffiti verzieren. (Ein Zustand übrigens, dem clevere Städteplaner vorbeugen könnten, würden sie jeden Quadratmeter Wand für Kunstprojekte ausschreiben.)

Dafür zerbrechen Stein und Beton aber auch nicht so leicht, wenn sie von randalierenden Wochenendsuffnicks mit Weinflaschen beworfen werden. Und statt nur Dreck und Staub anzuziehen, altern sie in Würde und überdauern im Idealfall Jahrhunderte und mehrere Kristallnächte.

Darum könnte ich mir vorstellen, dass in Dresden seit etwa Mitte der Neunziger nur aus einem Grund soviele gläserne Gebäude und Wartehäuschen (ent)stehen:

Glasflächen erhalten Arbeitsplätze, die es sonst nicht gäbe!

Der modernen Glasbauweise ist es zu ‘verdanken’, dass Menschen gegen ein geringes Entgelt bei Wind und Wetter Dreck von der Überdachung des Postplatz-Bumerangs kärchern müssen.

Oh, und apropos Dresdner Arbeitsplätze:

Hartz-IV-Racing

Im Gegensatz zu den Dachfegern hat diese Fahrzeugkolonne einen enormen Nutzen für die Allgemeinheit: Auf Laub und Hundescheiße auszurutschen nervt nämlich. Leider sind die Gefährte arg affig und das raubt ihrer Funktion Würdepunkte.

(Obwohl ich zu einer Rundfahrt mit solch einem Dingens nicht Nein sagen würde.)

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