Eiskalt erwischt (Hosenstall des Todes, 27.11.05)

Irgendwo in Westdeutschland war vor einiger Zeit Wintereinbruch. Und zwar dermaßen kalt und einbrüchig, dass es ziemlich viele Hochspannungsmasten weggeknickt hat und nun die armen Leute keinen Strom mehr haben bzw. im Stau stehen.

Zugegeben: So ganz abzusehen war das Ausmaß des Schneechaos natürlich nicht.

Aber um diese Jahreszeit zum Beispiel mit dem Auto Deutschland zu durchqueren OHNE warme Klamotten und Decken im Gepäck zu haben…? Da seid ihr zumindestens mitschuldig an euren Frostbeulen.

Der gleiche Mist passiert (meist weniger heftig) jedes Jahr wieder. Und jedes Mal gibt’s Karambolagen, Staus und auf die übermüdeten Hilfskräfte schimpfende Pendler. Lerneffekt: Null!

Gestern sagte eine von Reportern interviewte Betroffene, dass es ganz schlimm sei: Es gäbe in der Notunterkunft nur Dosenwürste und belegte Brötchen mit Marmelade zu essen.

Verdammt, Leute, wir haben während der Saisonarbeit in München/Türkheim fast nur solchen Kram gegessen! Was ist euer scheiss Problem?!

Freut euch lieber, dass ihr euch nicht zwei Wochen lang mit Eigenurin und rohem Babyfleisch selbstversorgen müsst, weil sich kein Schwein auf der großen weiten Welt für Hilfslieferungen an euch Darwin-Awardler einsetzt.

Bleibt nur zu hoffen, dass nun endlich jemand Lehren zieht. Also zum Beispiel stabilere Hochspannungsleitungen, dicke Decken und Gaskocher finanziert.

Sonst macht sich nämlich das fortschrittliche Deutschland regelmäßig zum Kasper, wenn mal was nicht nach Plan verläuft.

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