Clubbing extrem (Hosenstall des Todes, 03.10.05)

Zwei Nächte, zwei Clubs. Und dazwischen nur knapp vier Tage Verschnaufpause.

Samstag, 8.10. – P.M. am Altmarkt.

Als wir ankamen, lief “Ice, Ice, Baby”. Also sind wir wieder umgedreht…

Quatsch, wir hatten doch Freikarten! Wer will sich da beschweren?

Das Gebäude quoll über (naja) mit Normalos. Fauxhawks, Trendklamotten und fake Sonnenbräune allüberall.

Der Großteil der Weibchen war auffallend auf Achtzehn hochgeschminkt. Was aber komischerweise niemanden am Einlass dazu veranlasste, diese Kids heimzuschicken.

Musik? Ging so. Laut klingt zwar fast alles gut, aber darum gleich auf Fiddy Cents neuestes Release oder drittklassige Clubsounds abgehen? Nee, lass mal bleiben.

Tanzen überlass ich eh den Profis. Ich lehn’ lieber am Geländer und beobachte die Szenerie. Das ist sowieso viel cooler, als wie irre zu seelenlosem Quark abzuspacken.

Mark ‘Oh (Der lebt noch?!) hat auch aufgelegt. Sein Mix war zumindest annehmbar und kein Konglomerat aktueller Bravohits. Da hab ich auch mal mit dem Kopf genickt oder den einen oder anderen Fuß bewegt.

Der DJ nach ihm konnte nur Black Musik. Und nicht die gute mit den Gitarren, sondern die, zu der bei Fast and the Furious Egoprothesen über Parkplätze rollen.

Nach Missy Elliotts Lose Control sind wir abgezogen; so gegen Drei am Sonntag.

Danach: Schlafen, aufstehen, Leipzig, heim, schlafen, diverses Zeug, […], E-Mail lesen, zusagen, abholen lassen […] zum Blue laufen. Drei Euro Eintritt zahlen. Eintreten.

Mittwoch, 12.10. – Blue unter(?) der Altmarktgalerie.

Was für ein abstoßender Haufen Weißbrote war denn da dem Ruf der Black Music gefolgt? Aaalso:

Viele schrankgroße Kerle, die aussahen wie mit Rapmusik ‘resozialisierte’ Hooligans.

Jede Menge Chavs. Sie trugen Goldkettchen, sowie Baseball- oder Truckerkappen, die sie sich anscheinend blind auf den Kopf geworfen hatten.

Ein paar Ganter, die wohl von ihren Eltern zum Geburtstag ‘ne Freikarte für’s Blue geschenkt bekamen und nun unrockbar herumstanden bzw. ungelenk mithampelten.

Einer, der sich seine verdammten Augenbrauen gezupft hatte und wie ein Goa’uld aussah.

Ein anderer, der im Muskelshirt herumlief und echt ziemlich muskulös war… Aber nur ‘n knappen Meter sechzig groß.

Die meisten, jede Wette minderjährigen, Mädels trugen Nuttenfummel, für deren Verkauf man das Personal von Pimkie, Orsay und New Yorker vor Gericht zerren müsste: Fucking Christina-Aguilera-Style. Mit fetten, ‘goldenen’ Ohrringen vom Wreesmann-Grabbeltisch…

DJ Brownfinger (*Name geändert) verkackte einige Übergänge; den Rest besorgten die CDs für ihn. Nächstes Mal lieber nicht die billigen Rohlinge kaufen, Mann! Einziger Pluspunkt: Er hat keinen aktuellen deutschen Rap aufgelegt.

Später kam noch ein … ähm … MC(?) hinzu, der “Put your Hands Up!” und so rief und auch sonst ziemlich abstank.

Als dann die guten Lieder kamen, sind wir gegangen… Da war’s ungefähr um Zwei.

Rock on, Dresden!

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