Nachtgedanken, im Sessel sitzend

Aktzeichnengehen ausfallen lassen wegen des Spardiktats, stattdessen einen Ganzkörperspiegel besorgen im Sozialkaufhaus und mich selbst portraitieren und mehr? Nacksch im Sessel? Das eine schließt das andere nicht aus, hm.

So gesehen muss ich nichtmal einen Spiegel kaufen, weil ich diese eine Spiegelschranktür sowieso bereits parat habe. (Also: Die Spiegeltür eines Holzschrankes, irgendwo mal gefunden.) Ich könnte also jede Minute beginnen. Nicht jetzt, tho. Jetzt Abendessen und Abzubett, zwischendrin Teetrinken. Ohne Abzusetzen! Oder aber: Doch absetzen, weil der Tee so heiss ist und wenig lecker.

In diesen Momenten muss sich die Biopic-Regisseurin für die filmischere, mich besser charakterisierende Version entscheiden. Mag sein, dass ich den Krug mit links halte und rechts abstütze und so viele Details mehr, mag sein zB, dass ich zuerst das Tagebuch vom Schoß rüber auf den Tisch lege oder auf die Sessellehne balancierplatziere.

Bzw. “auf der” Lehne. Da bin ich mir unsicher, ob »laut Duden beides geht« oder ob hier der Lektor eingreift. Beinahe weiß ich sicher, dass der vorige Denkvorgang ein prima Blogeintrag ist. Kurz und schmerzlos und dennoch mein Gehirn charakterisierend inkl. dieser Wortwiederholung.

This entry was posted in Artikel-Grabbeltisch. Bookmark the permalink. Both comments and trackbacks are currently closed.
  • Gruselgrotte (Symbolbild)
  • Pages

  • Archives

  • Categories

  • Impressario

    P.V., Lübbenauer17,DD p_willscheckETTyahooDOTde