Museumsbesuch, wie wenn man ein Tumblr durchscrollt

An den Wänden und im Raum des Kuperstichkabinetts hängen/liegen/stehen derzeit (mehr oder weniger) aktuelle Positionen abstrakter Grafik. Die sind demzufolge allesamt Gimmick-basiert und mit mauem Ergebnis. Die Ideen sind teilweise interessanter als die Ausstellungsstücke, oft noch nicht einmal das.

Beispielsweise hat da jemand Stifte an windbewegte Zweige gebunden oder so ähnlich. Wirkt egal. Jemand anderes zeichnete Kästchenpapier mit Bleistiftstrichen. Ebenso egal. Tänzer zeichneten und schrieben tanzend? Okay, ganz nett, aber nix zum Stehenbleiben und Betrachtenwollen.

Teilweise mindert politisches Engagement die Langeweile. Etwa, indem man Bevölkerungsstatistiken in minimalistische Teppichmuster übersetzte, oder wo man mit verstrahlten Copics aus Fukushima Blätter füllte – oder was ich mir nun noch alles einfallen lassen könnte, da mir nichts sonderlich in Erinnerung blieb.

Das mitreissendste Ausstellungsstück war Marcel Duchamp’s Herzschlag, mittels EKG aufgezeichnet vom Künstlerkollegen. Immerhin!

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