Ballerei, Alder!

Angeregte Diskussion kürzlich, ob positive, humane Utopien immer von einer Handvoll Wichser mit Knarren pervertiert werden können. Denn ganz klar liegt es zwar langfristig an der Gesellschaft und insofern an Waffenschiebern und -produzenten, aber deren Endverbraucher sind kurzfristig halt stets Wichser mit Knarren und Geltungsbedürfnis.

Und was würde diese Typen in einer Anarchie davon abhalten, Banden zu bilden und den Kreislauf aus Rache und Machtgier erneut zu beginnen? Ihr Gewissen etwa? Wie denn, wenn sie und wir bereits als Kleinkind lernen, dass Machtausübung und Erpressung zu Erfolgen führt? (Daher ja auch das Geschrei bei gleichzeitigem Kindchenschema.)

Einige dieser Kleinkinder werden eben dann später im Leben ihre Mitschüler kaputtschießen oder Fahrräder stehlen. Die meisten nicht, klar, und insofern ist die Menschheit wohl zum Großteil gut oder zumindest gesetzestreu.

Alles in allem: Wer erhielte den Anarchismus am Laufen, wer schützte ihn vor Arschgeigen? Unsere Bande der lieben Leute? Keine Chance. Es müsste ‘dem Menschen’ halt idealerweise ausschließlich Nachteile bringen, sich über andere zu erheben oder die eigene Position durchzudrücken.

Doch oft genug kuscht die Mehrzahl und erduldet und meldet sich freiwillig an die Front, obwohl sie “im Menschenrecht sind” sozusagen und daher durchaus generalstreiken oder die Handvoll Bösewichte überrennen könnten; klassisch ausformuliert als “Stell’ dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin!”

Aber so läuft das ja eben nicht. Wir lieben Leute kapitulieren bereits vor einer Übermacht aus Lärm und Bierständen, also vermutlich erst recht vor einigen Pickuptrucks voll mit waffenschwingenden Irren.

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