Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag X

Inzwischen ist die dritte Woche angebrochen, aber seit dem Buß-und-Bettag habe ich das tagesgenaue Zeitgefühl verloren. Zu viele kleine feine Unterschiede in den Marketing-Herangehensweisen lassen die Unterrichtseinheiten verschmelzen. Klicks, Augäpfel, Landeseiten, Konversionsraten, Aktionsrufe, und so weiter.

Soviel ist aber mal klar: es geht letzten Endes einzig darum, meinen Kram idealerweise weltweit bekanntzumachen und dafür die passende Werbeform zu finden. Einige meiner ‘Produkte’ kommen glücklicherweise Ohne Worte aus und überklettern auf diese Weise gekonnt die Sprachbarriere, an der Blogtexte selbstredend(!) zerschellen.

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Der Buß&Bettag ist die Zeit des Insichgehens und Reflektierens, die Zeit für Tunnelbau und Spiegelflächen. Ich sitze im weichen Sessel, mit den wollsockenen Füßen auf der Heizung, und plane nahe Ziele, während die Waschmaschine schleudert und der Abwasch abtropft; die “Smokers Delight” der Nightmares On Wax ist der Klangteppich meines derzeitigen ‘Arbeits’zimmers in Anführungsstrichen.

Baldbald stürze ich mich in den festen Wochenplan, den ich seit Jahren plane als Gegenmaßnahme gegen meinen Hang zum Ruhigangehenlassen und Nichtsüberstürzen. Kein Tag wird vergehen ohne Erweiterung meiner Produktpalette bzw. Marketingmaßnahmen, um siehe oben.

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Heute – es ist inzwischen Dienstag – weckte mich frühsmorgens das Mobiltelefon mit seinem “Akku voll geladen!”-Gebrumm. Danach konnte ich nicht mehr einschlafen und hatte vor, die Zeit bis zum Kursvormittag sinnvoll zu nutzen. Also fotografierte ich aus meinem Fenster heraus den Nebel im alten Ortskern (was sich als leider nicht fotogen genug erwiesen hat) und danach einige Skizzenbuchseiten, denn das Netzteil meines Scanners ist abhandengekommen.

Was mir nun nicht mehr fehlt, ist ein Soundcloud-Account, denn auf Archive.org gehen meine bisherigen EDM-Alben unter. Ist es Crossmarketing, wenn’s kostenlose Downloads sind? Aber hallo! Und sobald dies geschafft ist, braucht’s Shirtmotive und ähnliche Dinge sowie bis Sonntag einen frischen Offenbühnetext, für den ich mich nicht zu schämen brauche. Meine Onlinemarketingkurs-Tagebucheinträge sind nun wahrlich niemandes Zeit wert.

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