Der jährliche Ausnahmezustand

Während in der Innenstadt diverse Demonstranten und zighundert Bereitschaftspolizisten den Pappschnee in Schmutzwasser verwandelten, habe ich an der Stadtgrenze zu Radebeul etwa eine Dreiviertelstunde auf die Straßenbahn gewartet und die Hälfte der Zeit auf die Dresdner Verkehrsbetriebe geflucht, die es trotz monatelanger Vorwarnzeit nicht gebacken bekommen haben, fucking Schienenersatzverkehr bereitzuhalten für die Linie 4, welche täglich direkt durch die Innenstadt fährt und deshalb immer ausfällt, sobald sich dort diverse Demonstranten und zighundert Bereitschaftspolizisten herumdrücken.

Während in der Innenstadt diverse Demonstranten und zighundert Bereitschaftspolizisten den Pappschnee in Schmutzwasser verwandelten, haben wir versucht, den Bus- und Straßenbahnverkehr so gut es eben geht aufrecht zu erhalten. Und das ist keine leichte Aufgabe in einer Stadt, in welcher alle Straßenbahnlinien mindestens einmal den Weg der Demonstranten kreuzen und deshalb aus Sicherheitsgründen teilweise oder komplett ausfallen. Und dann dürfen wir in Blogs lesen, wieviel Kacke wir gebaut hätten, und uns Gemecker anhören von Menschen, die schon für einige Zeit Dresdner sind und es sich hätten denken können, dass an einem solchen Tag auch auf Ersatzfahrpläne kein Verlass sein wird.

Endlich durfte ich mal wieder einen ganzen Tag mit ‘nem großen Helikopter herumfliegen. Besten Dank dafür, Bomber-Harris!

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