Was enge Treppenhäuser mit der nur schleichenden Ökologisierung des Straßenverkehrs zu tun haben

Die Dresdner Planwirtschafts-Architekten haben nicht vorausgesehen, dass einmal kleinkindgerechtes Fahrradzubehör auf den Markt kommen wird, welches zu teuer ist, um es über Nacht draußen stehen zu lassen, aber zu klobig, um es bequem in den Hausflur stellen oder gar in den Ex-Waschkeller runtertragen zu können.

(An Rollstühle haben sie ebensowenig gedacht. Vermutlich nahmen sie an, dass in der Zukunft sowieso jedermensch stets sein Jetpack dabei hat.)

Inzwischen gibt es sogar Tragegurte, Fahrradanhänger und Pseudokinderwägen, welche eigens für die Hundebeförderung konzipiert sind. Wäre es nicht so verpönt, größere Einkäufe mit Bollerwagen und massig Stoffbeuteln zu transportieren, würden hier sicherlich bald die meisten Gebraucht-/Autohändler Probleme bekommen.

(Wobei es dazu wohl sowieso kommt, sobald keine vermeintliche Umweltprämie mehr mit Neukäufen verrechnet wird.)

Aus diesen Gründen ist’s unlogisch, dass die Wohnungsbaugenossenschaft zwar die hauseigenen Müllcontainer einzäunen, aber keine ähnliche Konstruktion inkl. Fahrradständer neben den Hauseingang bauen ließ. Das Geld hat offenbar nur für metallene Standardständer gereicht, aus denen nun jedes Fahrrad rückwärts rausrollt, weil die umgebenden Pflastersteine eine geneigte Ebene bilden.

Aber dafür ist unsere Nahverkehrsanbindung prima und der Innenhof schön grün. Wenigstens was.

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