Rechte Arbeitsmarktpolitik

Zur Zeit stehen mehrere CDU-Wahlplakatwände in der Stadt, die einem genüsslich lächelnden Stanislaw Tillich den Ausspruch »Arbeitsplätze schafft man nicht mit links.« in den Mund legen. Nur frage ich mich, wo seine Dresdner CDU-ParteikollegInnen es geschafft haben, ihren (potentiellen) Wählern gutbezahlte Arbeitsplätze zuzuspielen, die es auch zu erhalten gilt.

Etwa bei Quimonda, dem verstorbenen global player eines Ex-Wachstumsmarktes?

Oder in der Tourismusbranche, obwohl irgendwann in naher Zukunft jede Person, die die 1:1-Nachbildungen berühmter Bauwerke sehen wollte, Dresden auch besucht haben wird?

Oder in der Baubranche, die derzeit fleißig krebsgeschwürig wachsende Einkaufszentren und zighundert Retorten-Supermarktfilialen in der Stadt verteilt, welche wiederum zigtausend staatlich bezuschusste Minijobs und Billiglohn-Arbeitsplätzchen nach sich ziehen?

Oder bei den Hausmeisterdienstleistern, welche mit strom- und benzingetriebenen Sonderfahrzeugen Laub jagen und Gänseblümchenwiesen zurechtstutzen, um die öffentliche Ordnung zu erhalten?

Oder bei Polizei, Sicherheitskräften und Staatsschutz denen nicht allein das übergroße Fußballstadion Arbeit schaffen wird, sondern auch einige Problemviertel (laut Udo Ulfkotte sind das Pieschen und Prohlis), in denen dank Wirtschaftskrise und Bananenregierungsstil soziale Unruhen drohen?

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