kurzer Prosatext, in dem etwas ironisch, satirisch oder witzig kritisiert wird

Letzte-Minute-Slampoetrytext; abgetippt und vervollständigt, aber ziemlich nah an der handschriftlichen Erstfassung. Ein Text auch, auf den ich ein wenig stolz bin, denn die publikumsseitigen Lacher kamen an den Stellen, die ich dafür vorgesehen hatte. Alles bestens also. Gern wieder. Read More »

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Ebenenmasken

Ein Slampoetrytext, abgetippt und vervollständigt. – Die vorgetragene Fassung war nicht so rund und das ist schade, aber nicht zu ändern. Um das Original inkl. des weggestrichenen totgeborenen Absatzes lesen zu können, müsstet ihr schon meinen Nachlass verwalten. Read More »

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Blase

Da sollte es einen Vortrag im linken Kulturzentrum geben über Kulturelle Aneignung. Die bloggende Ethnologin, die da vortragen sollte, war von der langen Fahrt ziemlich durch und hatte überhaupt schlecht geschlafen wegen einiger Nachrichtenmeldungen aus ihrem Heimatland, und nun blickte sie fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltung in die Runde und wurde von allem getriggert: junge Weiße waren bedeckt mit Tätowierungen und behaart mit Dreadlocks und einige hatten Nasenringe und all das wurde abgerundet von Kaffee und Tabak und einem kitschigen indischen Wandvorhang. Alles war ihr zuviel und sie brach den Vortrag ab, bevor er begann.

Am kommenden Tag lief das Soziale Web heiss mit Rede und Gegenrede, hämischen Bemerkungen, Metadiskussionen vom Feinsten, schiefen Vergleichen, Witzen, Wortspielen. Selbstredend tasteten sich die meisten A-Blogger Deutschlands auf dieses Gebiet vor, um mal wieder ein Politikum zu haben, welches für ‘ne Glosse gut ist oder ein Podcast oder einen Leitartikel. Alles das fand teilweise auf einem Textniveau statt, das durch seine Verstiegenheit beeindruckte, anstatt zumindest den doch eigentlich erklärend gemeinten Blogpost der getriggerten Vortragenden zu adeln.

Früher (und weg vom konkreten Beispiel) hätte ich vermutlich ebenfalls einen langen Blogtext zum Aufregerthema des Tages geschrieben. Zumindest hätte ich jedoch in den unvermeidlichen Blogkommentaren mitgemischt wie all die anderen Empörungs-Mitläufer. Oh!, diese Freude, zum Beispiel einen Leitartikel zu zerpflücken oder ein Interview zynisch zu kommentieren oder eine dpa-Meldung mit dem bislang angehäuften Erfahrungsschatz abzugleichen.

Da das rückblickend nie etwas gebracht hat (im Sinne von: meine Beiträge trugen nichts zur festgefahrenen Diskussion bei, die Themen nahmen überhand, die Frontenverläufe änderten sich wöchentlich und mein sowieso nicht sehr schönes Menschenbild zerbröselte)… Also: Da das absätzeweise Mitreden nichts gebracht hat, sprang ich zwar recht spät auf den Microblogging-Zug auf, aber fuhr seitdem mit Twitter umso besser. Hier gab es eine Filterblase aus anderen gebrannten Blogdiskussions-Kindern, die sich nun absichtlich auf Filmkritiken und Kindheitserinnerungen beschränkten, doch die Blase war immerhin durchlässig genug, um nachvollziehbare Elemente zu übernehmen und vereinzelte längere Texte mitzubekommen.

So zum Beispiel wissen wir seit vielen Jahren, dass die Begriffe ‘Neger’, ‘Mongo’ und ‘Spasti’ nicht klargehen und ebenfalls so ungefähr, was es mit Triggerwarnungen auf sich hat. Das eine mal betrieb ich sogar eigens Internetrecherche, um herauszufinden, was es mit diesem Wellenform-Tshirt-Motiv auf sich hat und mit Hipstern ganz allgemein.

Größtenteils war Twitter trotz allem eine Flucht in die Unpolitik nach dem Motto: weil ich die Menschen liebe, halte ich mich von ihnen fern. Deshalb die Wortspiele. Deshalb die Sarkasmen und Antiwitze und die Retweets alberner Einfälle wildfremder Menschen.

Währenddessen wurden anderswo Stimmen laut, die grummelten: “Online bewirken wir zu wenig. Unsere Kommentare werden oft genug nicht einmal mehr freigeschaltet. Wieso verschweigen uns die Mainstreammedien und homosexuellen Anzugträger, die die Welt beherrschen? Wie können wir die unsere Theorien, Freien Asoziationen und Zwangsstörungen medienwirksamer in die Welt hinaustragen?” Endlich kam ihnen der grandiose Einfall, ein theoretisch gutes Konzept (Demonstrationsfreiheit) in eine Selbstparodie zu verwandeln und damit Passanten zu beschallen. (Oder sollte ich lieber ‘Schlafschafe’ sagen?)

Dies wiederum bewirkte, dass eines Nachts, als ich im Spätshop eine Kollemate kaufte, um sie vor Ort leerzutrinken während der angefangenen Unterhaltung über irgend ein unverfängliches, aber politnahes Thema, sich ein älterer Herr als “Grundgesetzkritiker” und also demzufolge vulgo “Reichsdeutscher” entpuppte. Die nächsten Sekunden waren eine außerkörperliche Erfahrung, denn all die alten Reflexe kehrten zurück.

Mein altes Ich stieg darauf ein und fragte nach Alternativen zum Grundgesetzestext, “falls es denn wirklich ungültig sein sollte” und der Reichsdeutsche wusste sagte, dass es ein Repressionsinstrument der US-Banker sei und so weiter und letztendlich brach er(!) das Gespräch ab mit einem abwinkendem “Dich habense ja auch schon umgedreht!”

Er blockte mich offline und mein Körper schnappte nach Luft.

Plötzlich war ich wieder in mir zurück und flüchtete stolpernd / stolperte flüchtend aus dem Spätshop, wobei ich größtenteils versehentlich einen mir entgegenkommenden Dreadlockspast anrempelte und einem dieser Fleischtunnelkunden meine Mate aufs JoyDivision-Shirt schwepperte, kurz bevor dessen Siebdruck den dazugehörigen Ohrwurm triggerte, den ich erst zuhause losbekam mit “Voodoo People” von The Prodigy.

Noch immer hilflos-wütend startete ich den Computer, und alle Wut fiel von mir ab: Jemand aus der Filterblase hatte doch tatsächlich solch ein Minensuchboot ersteigert, das wir uns vor Monaten witzelnd als Fluchtfahrzeug ausgesucht hatten, nachdem jemand mal mit Tweets über Jacques-Yves Cousteau sowie den einen Wes-Anderson-Film loslegte. Schnell war das Geld zusammengekratzt, denn einige aus der Filterblase verdienten in ihrem Offline-Leben weitaus mehr, als ich das je vermutet hätte beim Anblick ihrer Twitter-Namen.

Unser Plan ist lange genug Halbwitz und Theorie gewesen: Jetzt kreuzen wir die Weltmeere und schreiben sogar wieder Blogbeiträge; nur eben zu Themen, die weniger ausgekaut sind, als dieses verkrampfte Politgeblogge. Wir schauen Filme und schreiben natürlich auch darüber. Wir freuen uns sogar darauf, mal für zwei Wochen ohne Internet auskommen zu können, denn in dieser Zeit sortieren wir Fotos und Gedanken. Ab und zu geht es mit dem Beiboot flussaufwärts ins Landesinnere. Unsere Kosten decken wir mit App-Verkäufen, Clickcents und Vorträgen. Selbstredend haben wir ein Tumblr.

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Holzhackende Knackwürste – @henscheck denkt laut nach

► Die Polizei in Zinnwald-Georgenfeld warnt vor einem Mann, der sich als Berggeist ausgibt und arglosen Wanderern die Taschen mit Laub füllt.

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► Nostalgiegefühle… Wisst ihr noch damals, als Fernsehserien beschissen waren?

► *reitet geschwind zum Wirtshaus* “Heh da, Herr Wirt! Sage Er mir, ob Nutella schlecht werden kann! Mein Dank sei Ihm gewiss.” #gutefrage1820

► Des Kaisers neue E-textiles ► das langerwartete Cyberpunk-beeinflusste Konzeptalbum von Tom Astor

► Damals, als nicht Klingeltöne in Bus und Bahn genervt haben, sondern jemandes nichtendenwollendes Hammondorgel-Solo.

► In der Parallelwelt ist der WettenDass-Runninggag, dass der Typ jedes Mal aufs Neue versucht, übers Auto zu springen.

► 2031: Deutschland besteht aus Bolzplätzen, weil die Kitakinder von 2014 so leicht zu beeindrucken waren. Nirgends Schatten. Staubteufel.

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“Sicher ist nur: Ein Mann in Armeeuniform hat in den Mittagsstunden wild um sich geschossen.” – Naja, wohl eher unsicher und verstörend. ► “der ranghöchste Militär, den die USA seit dem Vietnam-Krieg in Übersee durch einen Angriff verloren haben” – Die beste Datenbankabfrage. ► “In der Vergangenheit waren bei ähnlichen Attacken nur selten eingeschmuggelte Täter am Werk.” ► “Meist feuerten echte Soldaten aus Frust oder nach Streit auf die ausländischen Soldaten.” – Wow, klingt nach den besten Arbeitsbedingungen.

► Die Kommentare unter dem Artikel könnt ihr euch denken. ► zB das beliebte “Mauer drum, paar Waffen reinschmeißen und nach fünf Jahren gucken, wer noch übrig ist …” ► “Herzlich willkommen in der asymetrischen Kriegsführung.” passt auch prima zu jeder Schulmassaker-Berichterstattung. ► unter den Taliban: “Bart tragen Pflicht, Radio hören verboten.” Wie im Szeneviertel.

► Liest sich insgesamt so, als wäre der Erste Weltkrieg heutzutage beim dritten Kopfschuss vorbei gewesen. Oh, Hilfe! Es nützt nix! Rückzug! ► ähm: ich halte den WW1 natürlich nicht für toll, doch die Einstellung zum “Feld der Ehre” war eine (aufgezwungene/anerzogene) andere. ► vermutlich ein ganz altes Thema: Müssen sich Demokratien ausrotten lassen, um glaubwürdig zu bleiben?

► Schüleraufsatzthema “Was, wenn die Hamas schwarze Frauen wären?” ► Nach der Menschenrechtsverletzung ist vor der Menschenrechtsverletzung.

► Wie sich unsere Körpersprache einmal wider besseres Wissen auf eine Diskussion über Chemtrails einließ. ► Mai 2068: wütender Protest gegen den TV-Zweiteiler “Nicht alle schrieben Blogkommentare”. ► *stößt gegen Antisemitismus auf*

► Welcher Trottel nannte es “DDR-Friedensbewegung” anstatt “Scud-shaming”? ► »Du bist sprachkritisch und schreibst genderneutral? Ich halte dich für eine_n Spastix.«

► Andere Tweets enthalten plakative Sozialkritik. ► irgendwas mit Friedensvertrag und “beschossene Sache”

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► zu exzentrisch für Unterwäsche ► Man macht sich hinter eurem Rücken über euren Rücken lustig.

► *isst trinksatt* ► *zieht sich den Storck aus dem Arsch* ► *trinkt ein Glas Spülmittelessig voller Fruchtfliegen* ► *schüttelt sich vor Lächeln* ► *entlädt sich in die Cloud* ► *schlägt sich auf seine Seite* ► *wechselt seinen Tampon* ► *wendet sich zum Gähnen* ► *schreibt mit Absicht “intentionell”* ► *arbeitet in der Plastischen Chirurgie als Liftboy* ► *isst selbstreferentiell*

► Todesursache: TerryGilliam-Herzinfarkt

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► Warnhinweis: Benutzte Traumfänger nicht ins Lagerfeuer werfen!

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► vorhin unterhielt ich mich mit einem, der 100% der Berichterstattung liest. sowie 100% des Diskurses, um die 10% neue Gedanken mitzubekommen ► Handlungslücke: er bekommt auf diese Art 100% Sonderfälle mit. (Er kann noch so viele Newsfeeds abonnieren, berichtet werden Ausnahmen.) ► Meine Herangehensweise, nur noch manchmal reinzugucken und ansonsten News zu meiden (max. noch Metadiskurs), tat er ab als Flucht sozusagen. ► Nun gut, flüchte ich eben vor ihm. (Unter anderem, weil er AchseDesGuten liest, was in meiner Echokammer oft genug ne Blockempfehlung ist.)

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► Schwaben-Hashtag #nurnetfragen ► (Oder war das Hessen? oder beide? Verwirrung. nett/net/nicht-Verwirrung ist jedenfalls stets super.)

► Ährendoktor der Agarwissenschaften ► Magische Pilzwolken ► Essenschlacht von Stalingrad ► Thule Savas ► Axel Stoya ► Falschparker Lewis ► Assiettenwitze ► Drumsoliparty ► Spast im Silbersee ► Geschlechtsextremist ► Erlebnisgeriatrie ► Schwangerschaftsstochastik ► Dr. Eckart von Hirschheissteinmann

► Niemand darf mehr lächeln. Danke auch, Bundesamt für Strahlenschutz!

► Ich verschenke Tonklumpen, aber die Leute machen sich nichts daraus.

► Welcher Trottel nannte es “Basketball” anstatt “Großekundgebung”?

► Hurra, endlich akzeptiert! (Vom Arbeitskreis Zepter.)

► Vera sagt “Muss auch besagen.” ► Lärmjahre sind keine Hörenjahre. ► deutsche Patrioten boykottieren Grießbrei

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► Sowas wie ein Elefantenfriedhof, aber stattdessen streben Nordicwalking-Senioren darauf zu. Ich nicke freundlich und ahne nichts davon.

► »Children of the Self-Absorbed: A Grown-Up’s Guide to Getting Over Narcissistic Parents«, als Anreiz für meine Kinder, Englisch zu lernen. ► Zudem lese ich den Kindern Andersens Die Nachtigall vor, um sie sanft auf die kommende Cyberpunkdystopie made in China vorzubereiten.

► Männerrechtler, setzt ein Zeichen gegen das Matriarchat! Der Countdown läuft: noch einen Monat bis “Smegtember”!

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► Ich lachte eben hörbar über und sprach es aus: “Dorkins”. Doch nur die Meerschweine hörten es und sie haben einen anderen Humor. ► Adam und Eva, nicht Adam und Fefe!

► Frauenquoting auf Twitter (alle siebzehn Tweets werden zB Emma Goldman oder Rosa Luxemburg zitiert) ► es gibt vermutlich siebzehn PoC-Coverbands “The Black Smiths” ► Stammleser haben es bemerkt: die Zahl des Tages ist die Neunundsechzig

► »Leber deinen Tran, aber trane nicht deine Leber.« –– Twitter. Not Even Once.

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► »Dies ist eine Missy-Elliott-Inklusionsschule!«

► Sprachwissenschaftler warnen: die “Spricht man’s Giff oder Dschiv?”-Diskussion schwappt über den Großen Teich

► “Fastfood. Dürüm mit Käse auf Pizzateller. heiss.” – “Mit alles?” – “Ja, Computer, mit alles.” ► Dürüm mit so Manches ► Dürüm, das paranoide Fastfood

► Fußballberichterstattung auf Mittelstürmerniveau

► Dissertationsthema (FH) “TI-Taschenrechner sind voll behindert, Alter.” ► “Was geht’n?” (Boston Dynamics) ► Transhumanisten hören Hairmetal

► Eichhörnchen, die deutsche Antwort auf Lemuren

► Oh, ich dachte, “BüSo-Stunt”. :( *verteilt lustlos Zettel in der Fußgängerzone*

► Gestapo in the streets, SA in the sheets. ► NPD-Plakat als Toter Briefkasten ► Lucke im Lebenslauf dank Parteiarbeit :(

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► Das erste Mal seit Monaten trage ich Tshirt statt Hemd und das ist ein seltsames Gefühl. Schnell zum C&A, ein einfarbiges Hemd kaufen!

► Intelligente Oberbekleidung, die Männerblicke mitbekommt und die Typen auf Facebook insta-creepshamed. ► Intelligentes Basecap, das Frauenblicke mitbekommt und sofort Freundschaftsanfragen verschickt.

► Jedes Szeneviertel braucht unbedingt weitere JoyDivision-Tshirts! ► YT-Kommentar zum Unknown Pleasures ist hacky, aber lustig: »They ripped off that T shirt for the cover«

► tumblr-Idee: Fuck Yeah Schreckliche Menschen Mit T-Shirts Deiner Lieblingsband

► Ohrwurm von der Recherche zum gestrigen JoyDivisionShirt-Tweet. immer abwechselnd mit GaryNuman. hätte ich mir auch gleich denken können. ► Ohrwurm vom Baden im Amazonas

► Veranstaltungstippschreiber, der alle Acts abwechselnd als “Schwulenikone” und “Schockrocker” bezeichnet. ► Tweetröhre @Chaosfux, Mastermind hinter dem Fux&Ziege-Podcast. ► Wenn Schockblogger @silvestah seine Listicles zum Besten gibt, brennt die Hütte, denn das tut er mit vollem Körpereinsatz! ► [aus der Reihe: wären #ff wie ein Griff in die Konzerttipp-Phrasenramschkiste.]

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► 417. ich beginne mit den Vorbereitungen. ► 419. jede Sekunde ist es soweit. ► 420. *klebt ein “Kiffendes Alien”-Poster an die Wand* ► 424. entweder geben die Posterstrips nach oder die Tapete ist noch immer haunted vom Geist des “Küssende Mädchen”-Posters. ► Don’t bogart that meme, my friend!

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► Alteeer…. Typ neben mir in der @slubdresden erklärt einem Kommilitonen die D-Day-Szene aus SAVING PRIVATE RYAN. “Richtich krass, ey.” ► “In diesen Dünen waren so richtig fette Bunker… sind so den Strand hochgerannt und wurden richtich krass beschossen.” ► Lustige Vorstellung ist, dass spätere Generationen nicht mehr revanchistisch sein können, weil ihre Elterngeneration so verspackt erzählt. ► Wir sind dann also hochgerannt und de haben uns krass beschossen. – Wie krass, Oma? – So richtig krass!

► Ist es traumatisierender, täglich beim Ölpipeline-Anzapfen dabeizusein oder aber, Uropas Sudetenland-Stories zu verinnerlichen?

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► plötzliche Erkenntnis heute in der Tram: all die Ganzkörpertätowierten werden im Alter ausbleichen! Tattoo-Hausbesuche im Betreuten Wohnen!

“Die meisten Tattoo Conventions werden von der Hells Angels-Mafia organisiert…” ► “… sogar das ‘TätowierMagazin’ und ein Haufen andere Zeitschriften kommen von den HA. Zahlreiche Studios müssen Schutzgeld abdrücken.”

► lustige Diskussion in den Kommentaren, da die Hellsangels ja auch gg. den Bullenstaat sind. Hm. ► “du merkst aber selbst das ein Verein der Weltweit existiert und Mitglieder in allen möglichen Ländern hat wohl schlecht Rechts sein kann.” ► Ojemine. ► Linkskonservative Schutzgelderpressung ist vermutlich die bessere.

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► ironischer Unterlippenbart ► Fair gehandelte Kopfnüsse

► Produktivität steigern mit einer Pissrinne für Schreibtische

► Neuer Trend: medizinische Geräte aus nachwachsenden Rohstoffen. Spekulatius statt Speculum!

► kurze Zu-tun-Liste: – Landkartenhalterung für den Fahrradlenker kaufen – Songtexte ausdrucken

► Infostand auf dem Wochenmarkt einzig für die Info “Eigentlich müsste es Wöchentlicher Markt heissen.”

► »Dann mal los! Frisch ans Werk! Haut rein! Ich drücke euch die Daumen!« (gute Idee: die Möbelträger anfeuern)

► Lieder auf den aktuellen Stand bringen. zB ist kapiert kein Kind heute mehr “Wer hat an der Uhr gedreht?” Wohl eher “rumgeklickt”.

► Das Feld ‘Geburtsjahr’ mit “Established 1982″ befüllen. ► Jeden Bissen 666mal kauen. ► Rockmusik seitwärts abspielen ► sowas wie “Die Schachnovelle”, aber mit einem Buch über Eigenurintherapie

► Yay, Farm Heroes Saga Level 69 ist geschafft! ► realistischer ist übrigens eine App, die stets screenshottet, wenn auf dem Bildschirm ne “69” auftaucht

► beim DieBahn-RPG überfiel ich den Snacksundkaffee-Händler und nun habe ich 100% Health und +20 Charisma ► Steige aus dem Zug, als würde dich jemand abholen!

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► Mache Tippfehler, als ob’s niemand bemerkt! ► Twitterbelieferung quasi just-in-time, aber andersherum: je Stau und Verspätung, desto Tweets.

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► Künstlername ‘Weintrauben’ annehmen für ein Podcast mit @Chaosfux namens “Die Fux und der Weintrauben”.

► Der @daveanthony erwähnte: da er Podcasting beruflich tut, kann er Dinge steuerlich abschreiben, über die er im ‘cast redet. Verlockend. ► Keine Ahnung, ob das in Deutschland ebenfalls geht: kann man zB Kinobesuche steuerlich absetzen, wenn/weil das Filmblog Geld bringt? ► .@daveanthony As soon as we have figured out the loopholes there will be an Uwe Boll of podcasting.

► Herr Tutorial ist so positiv drauf, seit ihn mal an Weihnachten drei Geister besucht haben. ► Geist der vergangenen Nachttimeline

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► jähe Erkenntnis: Wieso koch ich mir eigentlich so selten Kakao?!

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► Dank Internet assoziiere ich heftig tätowierte Frauen größtenteils mit Analsex und Gewürgtwerden. Way to go, Selbstbestimmtheit. ► (Und ja, ich bin mir im Klaren, dass die das aus freien Stücken mitmachen und evtl. Lust dabei empfinden. Nach außen sieht es anders aus.) ► *mansplains cock and ball torture*

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► Nerdmetalband Wesley Skullcrusher

► Töröö Outta Compton: Benjamin Blümchen covert N.W.A.

► TheRamones-BestOf-Album »Das Schlagzeug klingt immer gleich, aber das ist bei Techno auch kein Problem« ► »I don’t want to live my life øgen.« ► Ramones – Bela Lugosi’s Dead (Bauhaus Cover)

► [JUICE Premieren]-Recherche-Zwischenstand: Deutschrapper schauen in die Kamera

► Babas wissen, wer die Yaga ist

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► Meine Mutter rief eben an, denn »dein Vater hat gesagt, dass in den Nachrichten kam, dasse heute im Alaunpark jemanden gemeuchelt haben.« ► Hoffentlich stoppt dies die Gentrifizierung. *wird von Suizidgefährdeten überrannt*

► Körperwandler, der befürchtet, wie seine Eltern zu werden. ► [uff: ich meinte Formwandler. glücklicherweise ist Körperwandler das gleiche. ganz umsonst panisch gegoogelt, aber besser is das.]

► der feine Unterschied zwischen Junggesellenabschied und Kekswichsen ► Während ich gestern zur Bekannten meinte, die sich Rotwein aufs Kleid geschweppert hatte: “Macht nix, ist doch trockener.” #humorlevel

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► Ein Abfall am Tag schützt vor Sauberkeit. ► eigenes Dach über dem Kopf, der teuerste Regenschirm ► *lebt versehentlich das richtige Leben im falschen*

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► Stets “super”, wenn ich wo klicke, während Ajax oder was weiß ich wer Kram auf der Webseite nachlädt und ich aktiviere das falsche Feature. ► Passiert mir zmdst oft genug bei Google-Maps und -Mail. Typisches Netbook/Firefox-Problem?

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► RT @henscheck_ebooks: auch offensichtlich ja kürzlich

► Eben habe ich knapp vierzehn Timelinetage zu nem Blogbeitrag destilliert und verstehe nun die Position von @Cuba_Libre_Jr & @BillyGerwitz. ► Tweets nachträglich [zu] verbessern ist Zu-Arbeit. ► Und nun: Gemüsesaft geschnappt und raus aus dem Gebäude! Die Nacht ist jung und wir sind es ebenfalls. #sicherheitstanz

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Mehr davon und mehr gibt es auf dem Twitteraccount, den sie Henscheck nannten.

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Nicht ganz unten

Kürzlich begann und endete der kurze Ausflug in die Erwerbstätigkeit am selben Tag, denn die Kombination aus “Teppichboden rausreißen” und meinem Blutdruck war die falsche. Das hätte ich natürlich ahnen können, doch wollte es halt mal probieren.

Immer wieder die Erkenntnis: Manche jobben solche Jobs täglich und grundlegen damit all die kleinen Alltäglichkeiten, die unsere Hochkultur ausmachen. Andere Menschen ordnen den Papierkram, der damit zusammenhängt bzw. sich daraus ergibt – Stundenzettel, Telefonate und Datenbankeinträge. Des einen Muskelkater ist der anderen Datensatz.

All dies kann ich wunderbar verdrängen, solange ich geistig tätig bin im Eigenauftrag und zum Beispiel alle Polanski-Filme schaue, um mein Film(theorie)wissen zu erweitern. Meine bestmögliche Ausrede ist, dass es Procrastiwork sei, und ein wenig glaube ich das auch noch immer selbst.

Doch immer, wenn’s mal “brenzlig” wird in Form von Amtsgängen, Bewerbungen etc., wird mir wieder mal für einige Zeit bewusst, dass ich mir meine monatliche Überweisung vom Staat ausschließlich mit Zettelkram und Heimbürokratie verdiene, während andere sich für viele Stunden ihres Monats körperlich abkämpfen.

Manchmal schulterzucke ich diese Erkenntnis weg mit »So bin ich eben.« – und manchmal überwiegt die (eingebildete? wohl kaum!) Fremd-Einschätzung, ich sei ein Sozialhängematte-schaukelndes, arbeitsscheues Gesindel, das mal besser ranklotzen sollte, um der Gesellschaft einen längst fälligen Dienst zu erweisen.

Könnte natürlich auch beides zutreffen oder etwas vollkommen anderes. Teppichböden herauszureißen zumindest ist keine stimmige Lösung, wie ich jetzt weiß. Wobei es konsequent wäre, mich wortwörtlich totzuarbeiten, nachdem ich jahrelang quasi das Gegenteil tat.

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Nachtrag, 12.08.’14: Eine Freundin, die diesen Text las, merkte an, dass sie sich erstens diese Mitleidstour seit etlichen Jahren in Variationen anhören darf, und zweitens, dass es »die Gesellschaft« nicht gibt: niemanden (außer mir [außer mich?]) interessiert mein Nichtstun, schon eher warten einige Menschen auf mein Tun.

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