Traumsuche nach dem unbewohnten Kaditz

Zum vollwertig ruinenlustigen Essay ausformulierter Offenbühnetext zum November-Ausklang; in Betaversion vorgetragen am 30.11.’14 im Stadtteilhaus Dresden Neustadt. Read More »

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag X

Inzwischen ist die dritte Woche angebrochen, aber seit dem Buß-und-Bettag habe ich das tagesgenaue Zeitgefühl verloren. Zu viele kleine feine Unterschiede in den Marketing-Herangehensweisen lassen die Unterrichtseinheiten verschmelzen. Klicks, Augäpfel, Landeseiten, Konversionsraten, Aktionsrufe, und so weiter.

Soviel ist aber mal klar: es geht letzten Endes einzig darum, meinen Kram idealerweise weltweit bekanntzumachen und dafür die passende Werbeform zu finden. Einige meiner ‘Produkte’ kommen glücklicherweise Ohne Worte aus und überklettern auf diese Weise gekonnt die Sprachbarriere, an der Blogtexte selbstredend(!) zerschellen.

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Der Buß&Bettag ist die Zeit des Insichgehens und Reflektierens, die Zeit für Tunnelbau und Spiegelflächen. Ich sitze im weichen Sessel, mit den wollsockenen Füßen auf der Heizung, und plane nahe Ziele, während die Waschmaschine schleudert und der Abwasch abtropft; die “Smokers Delight” der Nightmares On Wax ist der Klangteppich meines derzeitigen ‘Arbeits’zimmers in Anführungsstrichen.

Baldbald stürze ich mich in den festen Wochenplan, den ich seit Jahren plane als Gegenmaßnahme gegen meinen Hang zum Ruhigangehenlassen und Nichtsüberstürzen. Kein Tag wird vergehen ohne Erweiterung meiner Produktpalette bzw. Marketingmaßnahmen, um siehe oben.

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Heute – es ist inzwischen Dienstag – weckte mich frühsmorgens das Mobiltelefon mit seinem “Akku voll geladen!”-Gebrumm. Danach konnte ich nicht mehr einschlafen und hatte vor, die Zeit bis zum Kursvormittag sinnvoll zu nutzen. Also fotografierte ich aus meinem Fenster heraus den Nebel im alten Ortskern (was sich als leider nicht fotogen genug erwiesen hat) und danach einige Skizzenbuchseiten, denn das Netzteil meines Scanners ist abhandengekommen.

Was mir nun nicht mehr fehlt, ist ein Soundcloud-Account, denn auf Archive.org gehen meine bisherigen EDM-Alben unter. Ist es Crossmarketing, wenn’s kostenlose Downloads sind? Aber hallo! Und sobald dies geschafft ist, braucht’s Shirtmotive und ähnliche Dinge sowie bis Sonntag einen frischen Offenbühnetext, für den ich mich nicht zu schämen brauche. Meine Onlinemarketingkurs-Tagebucheinträge sind nun wahrlich niemandes Zeit wert.

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 7

Mehr vom MailChimp-Tutorial: diverse Newsletter-Formate werden vorgestellt (von Text-Only bis zur Einbindung von Youtube-Clips ist alles möglich). Mir fällt dazu das b3ta-Newsletter-Archiv ein oder der vom Donnerst.org – und auch, dass selbst Twitter Emails verschickt (“Pierre Hatschek, check out your week on Twitter”) und ich über Googlegroups von der Lehrerin meiner Tochter über Kommendes informiert werde bzw. über “Läusealarm!”

Überschriften-Formulierung und packendes Schreiben ist logischerweise wichtig genug, um mindestens siebzehn laufende Regalmeter Fachliteratur und Populärwissenschaftliches zu rechtzufertigen, von denen ich dann die Buchrücken lese und die ansprechendsten drei rauszieh’, durchblättere und zurückstell’. Bei SEO- und Onlinemarketing-Blogs sollen Erfolgscoach-Selbstportraits dem potentiellen Erstleser die Vorauswahl erleichtern.

Beispielsweise ist mein Interesse sofort geweckt, sobald jemand auf der Motorhaube eines teuren Fahrzeugs sitzt. Davorzustehen allein ist kein Beweis für Erfolg; außer vielleicht, der Wagen hat personalisierte Kennzeichen. Doch selbst das lässt sich seit Jahren mittels Grafikprogramm reinfaken. Wenn ich so darüber nachdenke… Bildbeweise können trügerisch sein.

Für mich sind und bleiben die unfehlbarsten Kriterien für die Wahl des richtigen Erfolgscoaches: Trägt das Buch den Titel “Aphorismen zur Lebensweisheit” und heißt sein Verfasser Arthur Schopenhauer?

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 6

Am sechsten Tag des Kurses lernen wir Email-Marketing (am Beispiel von MailChimp) kennen, was je nach Firmengröße und Zielgruppe selbstredend durchaus noch immer gut zu wissen ist. Für ein Blogprojekt mit kaum “Kundschaft” und wenigen gehaltvollen Updates taugt es meines Erachtens kaum.

Da halte ich es derzeit lieber der Möglichkeit zum Feed-Abos sowie mit #eigenlink-vertaggten Eigenlinks auf Twitter, um meine Zielgruppe* zu informieren, falls mal wieder neue Bilder hochgeladen sind. Und so manches Foto habe ich bei Photo Friday ins Rennen geschickt.

(* Hier ist natürlich die bereits existierende Zielgruppe gemeint, die dann evtl. durch Weiterverlinkung usw. meinen Leserstamm erweitert. Sehr blauäugig und passiv, ich weiß.)

Wäre ich noch aktiver Blogkommentarschreiber, könnte ich auch dort meine Projekte oder sogar passende Beiträge verlinken. Dazu müsste ich jedoch, um glaubwürdig zu bleiben, zu den jeweiligen Themen etwas mehr zu sagen haben als bloß spammige Formulierungen wie “Informativer Beitrag, der mich zum Nachdenken brachte.”

Sowieso ist das Loch in der Handlung, wenn’s um Blogkommentare geht: Ehrliches Lob wirkt macht in Kombination mit dem Verweis auf die eigene Webseite stutzig. Als ob online jemals lobt, ohne auf Traffic zu schielen!

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 3 und 4

Ein Gespräch im Ost-Pol hatte dank der Macht des Zufalls dann ebenfalls wieder mit dem Online-Marketingkurs zu tun.

Ich las während des Wartens auf einen Bekannten in “Über Literatur”, einer Sammlung von HermannHesse-Aufsätzen eben über Literatur. Darüber entspann sich ein Gespräch, welches darauf hinauslief, ich solle mein Literaturkritiken-Textniveau irgendwo im Mittelfeld zwischen Hesse* und Clickbait ansiedeln.

Bereits die Auswahl des Besprochenen ist insofern wichtig: Besprechungen zu aktuell beliebten Werken müssten wohl oder übel sein. Artikel über krude Tierhorrorfilme oder eine Fassbinder-Retrospektive hingegen wären zwar am Mainstream vorbeigeschrieben, aber bezeugen meine Straßenglaubwürdigkeit.

Themenfindung ist, wie bereits geschrieben, so ‘ne Sache. Schließlich möchte ich meinen Interessen entsprechen und nicht, wie es oft in den vom Tutor verlinkten Beiträgen den Anschein hat, ausgehend von werbegeldmäßig gutgestellten Suchbegriffen ein völlig neues Projekt aufziehen, über dessen Thematik ich mich auf erst sozusagen schlaulesen muss.

(* Im Nachhinein muss ich übrigens sagen, dass der Kerl, der mich dahingehend beriet, die Hesse-Essays nicht kannte und wohl darum deren Verschwurbeltheit überschätzte. Hesse’s Kurzbesprechungen sind zudem niemals Verrisse, sondern des Lobes voll – und dennoch nicht langweilig, eben weil sein “Daumen hoch” wortreich begründet ist.)

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  • Gruselgrotte (Symbolbild)
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