Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 7

Mehr vom MailChimp-Tutorial: diverse Newsletter-Formate werden vorgestellt (von Text-Only bis zur Einbindung von Youtube-Clips ist alles möglich). Mir fällt dazu das b3ta-Newsletter-Archiv ein oder der vom Donnerst.org – und auch, dass selbst Twitter Emails verschickt (“Pierre Hatschek, check out your week on Twitter”) und ich über Googlegroups von der Lehrerin meiner Tochter über Kommendes informiert werde bzw. über “Läusealarm!”

Überschriften-Formulierung und packendes Schreiben ist logischerweise wichtig genug, um mindestens siebzehn laufende Regalmeter Fachliteratur und Populärwissenschaftliches zu rechtzufertigen, von denen ich dann die Buchrücken lese und die ansprechendsten drei rauszieh’, durchblättere und zurückstell’. Bei SEO- und Onlinemarketing-Blogs sollen Erfolgscoach-Selbstportraits dem potentiellen Erstleser die Vorauswahl erleichtern.

Beispielsweise ist mein Interesse sofort geweckt, sobald jemand auf der Motorhaube eines teuren Fahrzeugs sitzt. Davorzustehen allein ist kein Beweis für Erfolg; außer vielleicht, der Wagen hat personalisierte Kennzeichen. Doch selbst das lässt sich seit Jahren mittels Grafikprogramm reinfaken. Wenn ich so darüber nachdenke… Bildbeweise können trügerisch sein.

Für mich sind und bleiben die unfehlbarsten Kriterien für die Wahl des richtigen Erfolgscoaches: Trägt das Buch den Titel “Aphorismen zur Lebensweisheit” und heißt sein Verfasser Arthur Schopenhauer?

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 6

Am sechsten Tag des Kurses lernen wir Email-Marketing (am Beispiel von MailChimp) kennen, was je nach Firmengröße und Zielgruppe selbstredend durchaus noch immer gut zu wissen ist. Für ein Blogprojekt mit kaum “Kundschaft” und wenigen gehaltvollen Updates taugt es meines Erachtens kaum.

Da halte ich es derzeit lieber der Möglichkeit zum Feed-Abos sowie mit #eigenlink-vertaggten Eigenlinks auf Twitter, um meine Zielgruppe* zu informieren, falls mal wieder neue Bilder hochgeladen sind. Und so manches Foto habe ich bei Photo Friday ins Rennen geschickt.

(* Hier ist natürlich die bereits existierende Zielgruppe gemeint, die dann evtl. durch Weiterverlinkung usw. meinen Leserstamm erweitert. Sehr blauäugig und passiv, ich weiß.)

Wäre ich noch aktiver Blogkommentarschreiber, könnte ich auch dort meine Projekte oder sogar passende Beiträge verlinken. Dazu müsste ich jedoch, um glaubwürdig zu bleiben, zu den jeweiligen Themen etwas mehr zu sagen haben als bloß spammige Formulierungen wie “Informativer Beitrag, der mich zum Nachdenken brachte.”

Sowieso ist das Loch in der Handlung, wenn’s um Blogkommentare geht: Ehrliches Lob wirkt macht in Kombination mit dem Verweis auf die eigene Webseite stutzig. Als ob online jemals lobt, ohne auf Traffic zu schielen!

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 3 und 4

Ein Gespräch im Ost-Pol hatte dank der Macht des Zufalls dann ebenfalls wieder mit dem Online-Marketingkurs zu tun.

Ich las während des Wartens auf einen Bekannten in “Über Literatur”, einer Sammlung von HermannHesse-Aufsätzen eben über Literatur. Darüber entspann sich ein Gespräch, welches darauf hinauslief, ich solle mein Literaturkritiken-Textniveau irgendwo im Mittelfeld zwischen Hesse* und Clickbait ansiedeln.

Bereits die Auswahl des Besprochenen ist insofern wichtig: Besprechungen zu aktuell beliebten Werken müssten wohl oder übel sein. Artikel über krude Tierhorrorfilme oder eine Fassbinder-Retrospektive hingegen wären zwar am Mainstream vorbeigeschrieben, aber bezeugen meine Straßenglaubwürdigkeit.

Themenfindung ist, wie bereits geschrieben, so ‘ne Sache. Schließlich möchte ich meinen Interessen entsprechen und nicht, wie es oft in den vom Tutor verlinkten Beiträgen den Anschein hat, ausgehend von werbegeldmäßig gutgestellten Suchbegriffen ein völlig neues Projekt aufziehen, über dessen Thematik ich mich auf erst sozusagen schlaulesen muss.

(* Im Nachhinein muss ich übrigens sagen, dass der Kerl, der mich dahingehend beriet, die Hesse-Essays nicht kannte und wohl darum deren Verschwurbeltheit überschätzte. Hesse’s Kurzbesprechungen sind zudem niemals Verrisse, sondern des Lobes voll – und dennoch nicht langweilig, eben weil sein “Daumen hoch” wortreich begründet ist.)

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 2

Denkansatz, um Gelerntes mit Eigensinn zu kombinieren: Ein geldbringendes Nischenprojekt hochziehen, das meinem Wesen und meinen Fähigkeiten entspricht. Das klappt bei Gleichgesinnten seit Jahren, da die weder Schiss vor ihrem Publikum noch Schiss vor Aufträgen haben. Die drehen Imagefilme oder fotografieren Hochzeiten oder tun was weiß ich was innerhalb ihres Könnens.

Der Kursleiter zeigt uns Upworthy bzw. Heftig als Vorbild für perfekt auf eine größtmögliche Zielgruppe abgestimmte Schlagzeilen. Genau das meine ich: es wird schwierig sein, Methoden und Negativbeispiele zu trennen.

Wir erstellten via eRecht24 einen Haftungsausschluss, was ich nachvollziehen kann, aber wie absurd ist denn das bei einem Privatblog? Haben wir das Jahr 2007? Mit Spannung erwarte ich das Erstellen einer MySpace-Seite.

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Auf der Parkbank im Hechtviertel, am Lesebühnentext schreibend, wurde ich von Grundschülern angesprochen, die mit schwarzweißkopierten Zeichnungen durch die Straßen zogen auf der Suche nach Käufern für ebendiese Zeichnungen. Dem “Yes, and…”-Approach Folge leistend gab ich dreißig Cent aus für drei Bilder. Die Kinder haben auf diese Weise mehr Geld mit eigenen Kunstwerken verdient als ich in zehn Jahren.

Der Lesebühnentext verstrickte sich. Ich brach das Fließtextnotieren ab und beschränkte mich bei der Hechtbühne aufs Zuhören.

Später am Abend war Bloggervernetzungstreffen (angeleiert von ETTChrisKloss) und sowieso gibt es in Dresden diverse Plattformen und Vereine, die es sich anzusteuern lohnt.

Im anschließenden Gespräch äußerte ich so viele Bedenken (zB das übliche “Wozu Geld für ‘ne Bürogemeinschaft rauswerfen?”), dass ich selbst erschrak, nicht mit Bedenken aufhören zu können.

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Einmonatiger Onlinemarketing-Kurs: Tag 1

Bei diesem Kurs, dessen Lerninhalt mir idealerweise helfen wird im weiteren Leben als Kreativer, fällt es mir sehr schwer, die vermittelten Informationen und Methoden von den damit assoziierten Negativbeispielen zu trennen. Sofort denke ich an Werbemüll und Haustürgeschäfte. Aber das ist offensichtlich genau mein Problem.

Allein schon die Selbstbezeichnung als Kreativer empfinde ich als penetrant. Und Selbstzweifel verhinderten bislang effektiv meine aktive Teilnahme an der (Dresdner) Kulturszene. Im Internet klappt das leidlich besser und so tat ich an zwei Podcasts teilnehmen, wozu ich ohne Twitterbekannte nicht die Chance gehabt hätte.

Vernetzung ist also logischerweise nichts Schlechtes und Werbung “in eigener Sache” genausowenig. Doch wie gesagt: Selbstzweifel und also Furcht vor Ablehnung; genauso die Angst davor, das falsche Publikum anzuziehen. Das Übliche.

Die vorangegangenen Kurse zu Photoshop und Webdesign waren interessant und wertneutral. Diesen Kurs hingegen nehme ich persönlich.

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